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RUDOLPH T. RAVE

Vor kurzem bekam ich ein Buch zugeschickt, welches mich sofort in seinen Bann zog. Warum eigentlich? Das ist eigentlich sehr leicht zu erklären, denn ich bin nun auch schon seit einer geraumen Zeit als Schreiberling für ein Online-Fanzine in der Rock- und Metalszene unterwegs. Das Buch „Holli Met The Metal Gods – Pt. 1“ von Rudolph T. Rave spricht mir also auch aus der Seele.  Gerade im vergangenen Oktober ist das erste Buch der Trilogie als Buch (Hardcover, Taschenbuch) und das e-Book veröffentlicht worden. Wie es dazu kam das T. Rave seine Erlebnisse niederschrieb, versuchte ich von ihm selbst zu erfahren.

 

Zuerst wollte ich von T. Rave wissen, warum er sich dazu entschied seine Erlebnisse in Form eines Buches nieder zu schreiben?

– Die Geschichten die ich alle so erlebt habe in meiner Zeit als Fanzine-Reporter, hatte ich in der Vergangenheit sehr oft meinen Freunden erzählt. Die waren immer sehr fasziniert von den ganzen Erlebnissen. Da ich auch gerne schreibe, hatte ich mir dann überlegt, diese ganzen Erlebnisse zusammen zu schreiben, damit auch andere Fans und Interessierte diese lesen können. Sehr interessant ist zudem noch, dass ich auch selber Bilder von den Konzerten gemacht habe. Diese sind noch nie veröffentlicht worden und diese machen das Bild komplett.

 

Mir gefällt vor allen Dingen an deinem Buch, dass du deine eigenen Worte gewählt hast, also nicht gekünstelt sondern voll aus dem Bauch heraus. Genau das kommt sehr gut rüber.

– Ich habe es auch frei von der Leber weg geschrieben, genauso wie ich halt bin. Ich habe die Storys gefüllt mit ein bisschen Sarkasmus hier oder Spaß auf der anderen Seite, denn ich wollte ja kein Fachbuch für z.B. Physik schreiben. Es ist halt Rock´n Roll und dann muss man auch die Geschichten in Rock´n Roll schreiben.

 

Die Geschichten fangen ja im Jahr 1991 an, also vor ca. 25 Jahre. Wie bist du dazu gekommen?

– Anfang der 90er Jahre bin ich durch Zufall mit einem Fanzine-Chefredakteur zusammen gekommen. Er brauchte dringend Personal, weil er es einfach nicht mehr schaffte. Das war und ist eigentlich eine ganz normale Sache bei solchen Fanzines. Zuerst habe ich für ihn nur Fotos gemacht und für mich als ganz „normaler“ Fan war das schon sehr aufregend.

 

Aufregend ist ein gutes Wort. Beschreibe mir mal deine Begegnung mit MOTÖRHEAD, denn als Cover deines Buches hast du ja Lemmy gewählt.

– Aufregend ist bei MOTÖRHEAD stark untertrieben. Wenn eine Band dich schon über 15 Jahre begleitet hat und Lemmy zu deinen Idolen gehört, ist das unbeschreiblich. Mein damaliger Chefredakteur meinte zu mir, dass ich ein Interview mit MOTÖRHEAD hätte und ich sagte darauf nur: „Ja sicher!“ Es war schon unglaublich, denn wir waren ja nicht das Rolling Stone-Magazin sondern nur ein kleines Fanzine mit einer Auflage von ca. 1000 Stück, die von Hand kopierte wurden. Dann stehst du an der Kasse des Konzertes wo du deinen Fotopass bekommst und stehst dann in der Garderobe vor Lemmy. Das ist ein Gefühl was man wirklich nicht beschreiben kann.

 

Das ist ja jetzt eine Trilogie und der erste Teil ist jetzt veröffentlicht worden. Jetzt kommt aber Ende Januar noch das Buch in englischer Sprache raus. Wieso hast du dich dazu entschieden das Buch auch in Englisch zu veröffentlichen?

– Die Welt ist groß und es gibt genügend Fans im Ausland die gerne solche Bücher lesen würden, aber eben kein Deutsch verstehen. Ich möchte halt mit diesem Buch alle Fans auf der Welt erreichen und dazu muss man schon ein übersetztes Buch in Englisch anbieten.

 

Ich finde es schon interessant, denn du bringst mit deinen Geschichten die Bands den Fans ein wenig näher.

– Das stimmt und viele der Bands aus dem Buch sind ja auch heute noch aktiv. Das Buch beinhaltet ja Storys aus den 90er Jahren und das ist ja schon doch eine Weile her.

 

Fast 25 Jahre!

– Ja und damals war die Musik die Gleiche wie heute, aber bei der Art zu leben war das schon eine andere Sache. Kein Computer, kein Internet oder Handy, man musste alles von Hand eingeben.

 

Mit der Schreibmaschine die Storys verfassen!

– Genau und deswegen ist es heute interessanter zu lesen als hätte ich es 3 Jahre nach meiner Zeit damals verfasst. Man hätte alles auf der Schreibmaschine schreiben müssen und da ich auch Erfahrung als Grafik-Designer habe, konnte ich auf dem Computer das Buch auch selber gestalten. Das hätte man zur damaligen Zeit auch nicht selber finanzieren können. Die großen Verlage hätten damals auch nur müde gelächelt über ein solches Buch.

 

Die Bilder sagtest du ja schon sind alle aus deinem Fundus. Jetzt muss ich aber wirklich nachfragen, hast du sie alle behalten? Erzähle doch mal wie das früher so war.

– Ja ich hatte alles schön säuberlich sortiert in einem Ordner gehabt. Damals arbeitete ja man noch mit Kontaktbögen. Bei Kontaktbögen,  die damals von den Filmen gemacht wurden, hatte ich dann die Möglichkeit mir die Bilder in Kleinformat anzusehen. Diese mussten dann bearbeitet werden, denn sie waren halt nicht digital. Das heißt vor der Bearbeitung musste man alle einscannen. Das war wirklich viel Arbeit.

 

Das kann ich mir vorstellen, denn 1990 wurden ja die Bilder noch analog und nicht digital gemacht.

Richtig ein Film mit 1000 ISO hatte ja nur 36 Bilder zur Verfügung und kostete damals 10 DM. Man hat ja auch nur 2 oder 3 Songs Zeit zum Fotografieren und das war damals schon eine richtige Herausforderung. Diese 36 Fotos sollten ja auch gestochen scharf werden und das war wirklich nicht einfach.

 

Das Buch ist ja der erste Teil der Trilogie. Wann hast du denn geplant die nächsten beiden Teile zu veröffentlichen?

– Der Plan ist wie folgt, das englische Buch wird Ende Januar 2016 veröffentlicht und dann fange ich an den zweiten Teil zu schreiben. Es wird wohl jetzt, weil ich ja doch schon ein wenig Routine habe, ein wenig schneller gehen. Ich gehe davon aus, dass der zweite Teil Ende 2016 veröffentlicht wird und dann 2017 der letzte Teil.

 

Dann bedanke ich mich bei dir, dass du dir die Zeit genommen hast um auf meine Fragen zu antworten. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und bis zum nächsten Mal.

– Ich habe dir zu danken und bis in einem Jahr.

Dann werden wir jetzt warten auf das nächste Jahr um die Fortsetzung von „Holli Met The Metal Gods Pt. 2“ in den Händen zu halten.

 

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