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SECRET DISCOVERY

Nach den großartigen Reaktionen auf das letzte Album „Pray“ der Goth-Rockband SECRET DISCOVERY begaben sich die Band aus dem Ruhrpott mit Eifer an das Songwriting zum neuen Album. Auf dem Album „Alternate“ befinden sich 10 Songs die sehr viel über den Gemütszustand der Band zum Ausdruck bringt. Das kommt wohl daher, dass sie ohne Vorgaben und irgendwelche Schubladen zu bedienen ans Werk gingen. Herausgekommen ist ein Album, auf dem die Roots der Band vorhanden sind, aber auch sehr viel Neues und Erfrischendes zu bieten hat. Zusammen mit Sänger Kai Hoffmann und Keyboarder Dirk Riegener erörterte ich das Album ein wenig intensiver.

Auf dem neuen Album habt ihr wirklich einen großen Schritt nach vorne gemacht. Kam das dadurch, dass ihr ohne Vorgaben in das Songwriting gegangen seid?

Kai: Wir wussten nur, dass wir neue Songs schreiben wollten. So setzten wir uns zusammen und begannen. Uns kam zu Gute, dass nach dem letzten Album jeder seine eigenen Erfahrungen gemacht hat. Dadurch hatten wir die Köpfe natürlich frei.

Dass eure Köpfe frei waren, beweisen Songs die teilweise mit einem Gothic-Touch versehen, dann wiederum rockig und verspielt daherkommen. Dann hörte man auch noch Anleihen, die einem leicht an Bands wie Placebo erinnern. Ganz schön vielseitig. Kommt es daher, dass ihr auch offen für andere Richtungen seid?

Kai: Das in jedem Fall, aber bei Dirk und mir steht eigentlich die Erfahrung, die wir im Laufe der Jahre gesammelt haben mit in die Songs einfließen. Wir haben es schon vorher so gehalten, dass wir verschiedene Richtungen in unseren Songs verarbeiten. Das letzte Album „Pray“ war eher eine Art Rückbesinnung was früher einmal war. Was aber vor dem Songwriting feststand, war die Tatsache, dass wir uns unbedingt weiter entwickeln wollten und Songs schreiben, wozu wir einfach Lust hatten.

Dirk: Wir haben zum Glück auch keinen der uns beim Songwriting rein spricht. Es ist einfach so, wie wir uns im Moment fühlten und das mussten wir natürlich festhalten. So klingen die Songs eben ehrlich.

Ich denke, dass ein solcher Schuss, wenn man auf zuvor geplante Songs, schnell nach hinten losgehen kann.

Kai: Das ist richtig, denn wenn ein Trend kommt, ist er auch schnell wieder vorbei. Das ist auch nichts für uns, denn dazu sind wir einfach zu kreativ und vor allem laufen wir nicht mit Scheuklappen durch die Welt. Wir sind eben offen für viele Richtungen.

Ihr hattet auf „Pray“ einen Song in Deutsch. Jetzt bei „Alternate“ ist 50% in Deutsch.

Kai: Das war eigentlich das, was wir immer schon wollten. Der Hauptgrund für die deutschen Texte ist, die Leute sollen sie auf Anhieb verstehen. Das haben wir bis zum heutigen Tag nie so richtig geschafft, aber das Einzige was feststand vor dem Schreiben der Songs war, dass wir verstärkt in deutscher Sprache die Texte verfassen wollten. Das ging auch alles sehr gut von der Hand und am Ende waren es 5 Stücke in Deutsch.

Trotz allem kann man ja auch in deutscher Sprache im Ausland Erfolge erzielen.

Dirk: Ich glaube dass die Sprachen nicht die große Barriere ist, sondern wichtig ist, dass die Stimmung rüberkommt. Diese ist bei den Stücken in jedem Fall vorhanden.

Kai: Komisch ist auch, dass vor allem die Amerikaner voll auf die deutsche Sprache abfahren. Wir haben viele Kontakte in Amerika und die finden gerade die deutschen Songs gut. Die verstehen zwar kein Wort, aber die finden den Klang einfach toll.

Ihr seid ja auch auf der amerikanischen Plattform www.myspace.com vertreten. Habt ihr dadurch vielleicht auch mehr Reaktionen aus Amerika bekommen?

Kai: Durch diese Plattform, die wirklich ganz toll ist, haben wir sehr viele positive Resonanzen erhalten.

Dirk: Vor allem kommt man auf diese Weise an Leute, die man sonst nie erreicht hätte.

Vor allem ist es gut, dass sich eine Band dort kostenlos präsentieren kann.

Kai: Wir finden diese Sache richtig gut, denn es eröffnet den Bands wieder neue Wege, denn das Internet ist nun mal das Medium der Zukunft.

Ein Song der mir besonders gut gefällt ist „Forever in You“. Das ist ja ein Song, der richtig abgeht.

Kai: Wir wollten in jedem Fall auch harte Songs machen. Zwar auch immer wieder beruhigende Balladen dazwischen, aber es sollte schon Power besitzen und keinen Weichspülcharakter haben.

Dirk: Die Grenzen in der Musik verschwimmen immer mehr. Die frühere Gothik-Szene ist ja auch nicht mehr so wie sie vor Jahren noch war, denn die Fans hören mittlerweile einen viel breiteren Bereich. Besonders angesagt sind Künstler wie z.B. Enya oder Depeche Mode, die ja die Pop-Band Nummer 1 ist.  Dann gibt es aber auch noch Bands, die einen härteren Stil pflegen, die aber genauso von den Fans mit sehr viel Aufmerksamkeit bedacht werden.

Jetzt möchte ich aber noch mal kurz zu der Zeit nach der Veröffentlichung von „Pray“ gehen. Da habt ihr euch ja tourmäßig doch etwas rar gemacht. Warum überhaupt?

Kai: Da ist im Vorfeld einiges schief gelaufen. Wir sollten ja die Tour als Support von HIM spielen, aber leider ist diese Tour leider kurzfristig für uns abgesagt worden. Dann war es auch schon ziemlich spät für das Booking der Festivals und dann haben wir uns entschieden, dass wir uns sofort wieder ans Songwriting begeben.

Dirk: Es hätte auch nicht viel gebracht nur kleinere Konzerte oder besser gesagt vereinzelte Konzerte zu spielen. Wir haben es dann unter der Kategorie „Dumm gelaufen“ verbucht. Die Festivals die wir aber dennoch gespielt haben, sind alle sehr gut für uns verlaufen.

Das wird sich doch wohl zum neuen Album ändern, oder?

Dirk: In jedem Fall. Wir haben ja kurz vor Veröffentlichung eine kleine Tour mit Unheilig absolviert, die für uns sehr gut verlaufen ist. Wir werden jetzt versuchen für die kommende Zeit eine geeignete Support-Tour zu bekommen, damit wir das Album besser promoten können. Man wird von uns hören.

Das denke ich doch auch, denn ein solch gutes Album möchte ich doch auch live erleben. Mehr zur Band könnt ihr auch auf der Homepage von SECRET DISCOVERY erfahren, unter:

https://www.facebook.com/secretdiscovery666

Story: Gisela

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