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ANN WILSON – Immortal

Veröffentlichung: 14.09.2018

Stil:  Hardrock, Rock

Label:  BMG

Webpage:  http://www.annwilsonofheart.com

Facebookhttps://www.facebook.com/officialannwilson

 

Schon seit Anfang der 70iger Jahre im Musikbusiness vertreten, den als Sängerin der Band HEART schrieb sie Geschichte. Das ist eine lange Zeit und so konnte sie sich jetzt auch einen langgehegten Wunsch erfüllen, nämlich die Veröffentlichung eines Soloalbums in dem Coversongs von kürzlich verstorbenen Weggefährten vertreten sind. Das ist ja immer ein zweischneidiges Schwert, aber ich möchte mich gerne eines Besseren belehren lassen.

Veredelt wurden die Songs alle von ihrem alten Produzent aus Bandtagen Mike Flicker und das hat sich in jedem Fall gelohnt, das schon mal vorweg. Den ersten Song den wir zu hören bekommen ist „You Don’t Own Me” von der Sängerin Lesley Gore. Im Gegensatz zum Original hat es Ann Wilson geschafft dem Song ihren rockigen Stempel aufzudrücken, denn das Original aus den 60iger Jahren war doch sehr steril. Mit „I Am The Highway” setzt sie Chris Cornell ein ergreifendes Denkmal, den die Interpretation geht zu Herz. Das trifft auch auf dem Tom Petty Song „Luna“ zu, denn durch Anns warme Stimme klingt er vollkommen anders als das Original. Einen neuen Anstrich bekam auch David Bowies Song „I’m Afraid Of Americans”, den gegenüber dem doch ein wenig spacigen Original klingt ihre Version rockig und total anders. Überragender Song der mich voll überzeugt. Ein Tribut an den verstorbenen CREAM Bassisten Jack Bruce bekommen wir mit „Politician” geboten, die zwar etwas wuchtiger und doomiger rüberkommt aber sehr nah am Original ist.

Auch der „A Thousand Kisses Deep“ von Leonard Cohen klingt toll, denn mit der rauchigen Stimme von Ann beinhaltet er dieses tolle Rhythm & Blues Feeling. Eine tolle Verwandlung erfuhr auch der EAGLES Song „Life In The Fast Lane“. Durch die warme und sehr akzentuierte Stimme wird dieser Song zu einem Highlight. Das nächste Lied „Back To Black” ist eine Hommage an Amy Winehouse, aber leider gefällt mir hierbei das Original wesentlich besser. Nichtsdestotrotz präsentiert Ann Wilson ihre eigene Version sehr emotional und unter die Haut gehend. Wesentlich dagegen klingt der Song „A Different Corner” von George Michael, den Ann Wilson mit ihrer tollen Stimme wesentlich emotionaler wirken  lässt. Den Abschluss bildet der Song „Baker Street“ von Gerry Rafferty in einer rockigen Variante, die einfach nur Spitze ist.

Ich bin eigentlich nicht ein so großer Fan von Coveralben, aber das von Ann Wilson ist perfekt. Sie hat sich an Songs rangetraut, die nicht alltäglich sind und diese mit einer mehr als würdigen Interpretation versehen. Ann ist immer noch sehr gut bei Stimme und vielleicht gibt es auch noch ein Soloalbum von ihr – mich würde es freuen.

Tracklist:

  1. You Don’t Own Me
  2. I Am The Highway
  3. Luna
  4. I’m Afraid Of Americans
  5. Politician
  6. A Thousand Kisses Deep
  7. Life In The Fast Lane
  8. Back To Black
  9. A Different Corner
  10. Baker Street

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