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BRING ME THE HORIZON – amo

Veröffentlichung: 25.01.19

Stil:  Rock, Metal, Alternative

Label:  Sony Music

Webpage:   https://www.bmthofficial.com

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Mit ihrem letzten Album „That´s The Spirit“ erzürnte die aus dem modernen Metal kommende Band BRING ME THE HORIZON doch einige ihrer Fans, denn für viele waren sie einfach zu poppig geworden. Das mag zutreffen, es ist aber die künstlerische Freiheit einer Band und Fans kommen und neue Fans kommen hinzu. Manches Mal bringen prägnante Lebensereignisse die einen zum Umdenken zwingen – so geschehen bei der Band. Jetzt veröffentlichten sie ihr neues Werk „amo“, was zurückzuführen ist auf Liebe. Mal sehen was mich erwartet.

Mit einem wabernden Elektonicsound startet das Album mit “I Apologise If You Feel Something”. Für mich klingt es wie ein kleines Intro zum Album, den mit gut 2 Minuten ist das Stück zu kurz für einen Song. Man kann aber schon erahnen wohin die Reise geht. Was für ein Unterschied, denn „MANTRA“ besitzt diesen Metalsound, obwohl der Song immer wieder sphärische Klänge hervorbringt. Tolle Perfomance vor allem von Sänger Oli Sykes, der in Bestform ist. Dann folgt ein Song, den man so nicht erwartet hätte. „Nihilist Blues“ ist ein Ravesong im EDM (elektronischer Dancemusik) und Hilfe bekamen sie von der kanadischen Elektro-Künstlerin GRIMES. Trotz des ravigen Charakters sind immer noch ein wenig Metalparts vorhanden. Direkt ins Ohr geht das nächste Stück „In The Dark”, den durch seinen popigen Einschlag ist dieser Song prädestiniert dafür. Für das nächste Lied „Wonderful Life” konnte man CRADLE OF FILTH Sänger Dani Filth gewinnen, der in diesem Song einen Gastauftritt hat. Auch bei diesem Metalsong wurden elektronische Elemente eingebaut, aber es passt super gut.  Der nächste Song „Ouch” bei dem MC Fish hinter den Reglern sass, ist ebenso ein elektronisches Zwischenspiel, welches aber für Sänger Oli sehr wichtig war, denn es behandelt das Thema seiner letzten Beziehung. Trotz allem werden die treuen BMTH Fans enttäuscht sein.

Einen weiteren Ohrwurm ist der Band mit „Medicine” gelungen. Der Ohrwurm hat ein immenses Hitpotential, denn er geht einfach nicht mehr aus dem Kopf. Einer meiner Lieblingssongs auf dem Album. Auch der wuchtige Song „Sugar Honey Ice & Tea” ist ein Metalsong mit progressive Einschlag. Mir gefällt sehr gut bei diesem Lied der perfekte Einbau der Keyboardparts. Ein tolles Hörerlebnis ist das nächste Lied „Why You Gotta Kick Me When I’m Down“, denn durch die Einsätze der Gitarren und die Keyboardpassagen im Verlauf des Songs, entwickelt sich auch dieser zu einem Ohrwurm. Beim nächsten elektronischen Song „Fresh Bruises“ sass ebenfalls wieder MC Fish an den Reglern. Macht für mich nicht wirklich Sinn, aber das liegt halt in der künstlerischen Freiheit einer Band. Ebenfalls sehr hitverdächtig ist der popige Rocksong „Mother Tongue“ und auch dieses Lied macht süchtig, weil es einfach toll arrangiert wurde. Beim nächsten Song „Heavy Metal“ konnte man auf einen Gastauftritt von Rapper RAHZEL zurückgreifen, der den leicht metallastigen Song mit seiner Mitwirkung sehr interessant macht. Den Abschluss des Albums macht das Lied „I Don’t Know What To Say” welches mit orchestralem Sound startet. Der im Midtempo angesiedelte Song hat seine Highlights im leicht sphärischen Sound und natürlich dem genialen Gesang von Oli Sykes.

Eins ist klar, mit „amo“ haben sich BRING ME THE HORIZON auf ganzer Länge neu erfunden. Mit diesem Album wird die Band mit Sicherheit einige treue Fans verlieren, aber auch sehr viele neue hinzugewinnen. Mir gefällt das Album sehr gut, weil ich ein offener Mensch bin und einfach nur die Musik liebe. Dazu gehört natürlich auch die künstlerische Freiheit, die man jeder Band zubilligen muss.

Tracklist:

  1. I Apologise If You Feel Something
  2. Mantra
  3. Nihilist Blues(feat. Grimes)
  4. In The Dark
  5. Wonderful Life(feat. Dani Filth)
  6. Ouch
  7. Medicine
  8. Sugar Honey Ice & Tea
  9. Why You Gotta Kick Me When I’m Down
  10. Fresh Bruises
  11. Mother Tongue
  12. Heavy Metal (feat. Rahzel)
  13. I Don’t Know What To Say

 

Line-up:

Oliver Sykes – Vocals
Matthew Nicholls – Drums
Matt Kean – Bass
Lee Malia – Guitar
Jordan Fish – Programming and Keys

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