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COR – Leitkultur

Veröffentlichung:  06.10.17

Stil:  Hardcore, Trashrock

Label:  Rügencore Records

Website: http://www.ruegencore.de

Facebook:  https://www.facebook.com/ruegencore

 

Es wird laut diesen Herbst: Die Rügener Hardcore Punks von COR melden sich dieser Tage nämlich mit einem neuen Album zurück. Das Werk hört auf den Namen „Leitkultur“, ist bereits ihr zehntes Studioalbum und Nachfolger des 2015 erschienenen „Lieber tot als Sklave“.

Wer die Band kennt, den lässt schon der Titel erahnen, dass COR sich weiterhin selbst treu bleiben und unbequeme Themen in ihrer Musik nicht meiden. Ganz im Gegenteil, sie suchen sie bewusst und werden nicht müde auszusprechen, was ihrer Meinung nach ausgesprochen werden muss und fordern zur Auseinandersetzung auf. ‚Ihr wollt eine Leitkultur? Wir bieten euch unsere an! Frieden ist gerecht, und alle sind ihm untertan!‘, heißt es da im Titeltrack, einer Abrechnung mit der derzeit hochaktuellen und oftmals sehr hässlichen Debatte rund um diesen aufgeladenen Begriff. Und COR halten, was sie versprechen: die elf Songs des neuen Albums bieten reichlich Stoff, sich Gedanken zu machen über die heutige Gesellschaft und ihre Missstände. Gleich der Opener „Gras“ prangert die rücksichtslose Naturzerstörung an und mahnt vor ihren Folgen, während „Das schöne Leben“, ein Song der musikalisch unheimlich nach vorne geht, dazu anregt, das eigene Handeln und die vermeintlichen Ideale zu hinterfragen.

Dass COR ihre Zuhörer nicht nur unterhalten, sondern auch fordern wollen, zeigt sich besonders auch beim Track „Spielverderber“. Hier wird klar gesagt, dass zu COR eben nicht nur der Spaß an der Musik, sondern auch eine Message gehört. So sagt die Band auch von sich selber, dass sie einen Lebensstil verkörpert. Nicht nur ihr prägnanter Sound sondern auch diese Haltung ist es wohl, mit der sie sich schon lange einen festen Platz in der deutschen Hardcore-Musiklandschaft erspielt haben.

Musikalisch bietet „Leitkultur“ alles, was man von jeher an COR liebt und was die Band gerne als Trashrock bezeichnet: Schnell gespielter Hardcore, treibender Sound und die intelligenten, oftmals radikalen Texte von Sänger Friedemann. Der Wiedererkennungswert der Stücke als aus der Feder von COR stammend ist wie immer hoch, ohne dass die Musik jemals Gefahr läuft, eintönig zu werden. Während beispielsweise „Vollkontakt“ klanglich an ältere Veröffentlichungen der Band erinnert, kommt das nur knapp zweieinhalbminütige „Propaganda“ mit seiner spannenden Mischung aus eingängiger Melodie und den im starken Gegensatz dazu stehenden, fast schon crustigen Vocals unheimlich vielseitig daher.

COR legen mit „Leitkultur“ wieder einmal ein rundherum gelungenes Album vor, welches mit dem typischen energiegeladenen Sound der Band sowie den klugen Texten auf ganzer Linie punktet. Fans der Band und Freunde härterer Töne mit guten Inhalten werden an dem Album sicher Gefallen finden.

Tracklist:

  1. Gras
  2. Gift
  3. Das schöne Leben
  4. Leitkultur
  5. Die Andern
  6. Vollkontakt
  7. Propaganda
  8. Sauber
  9. Spielverderber
  10. Getötet
  11. Vom Glück ,dass alles endet

 

Line-up:

Friedemann Hinz (Gesang)

Christian Fitzner (Gitarre)

Johannes Hinz (Schlagzeug)

Matthias Arndt (Bass)

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