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INGLORIOUS – Inglorious

Veröffentlichung: 19.02.2016

Stil: Hardrock, Classicrock

Label: Frontiers Records

Website: http://www.inglorious.com

Facebook: https://www.facebook.com/WeAreInglorious

 

Wo sind nur die Bands, welche in die Fußstapfen von WHITESNAKE, URIAH HEEP oder DEEP PURPLE treten könnten? Ich wusste es bis heute nicht, aber nun flatterte mir das Debutalbum der britischen Band INGLORIOUS ins Haus und siehe da, es gibt sie doch, die Hoffnung auf Nachfolger. Die Band hat in jedem Fall das Zeug dazu diese große Lücke zu füllen, denn sie gehen beherzt zur Sache.

INGLORIOUS haben es geschafft, das selbst QUEEN-Gitarrist Brian May sich so äußerte, dass die Band wie die jungen DEEP PURPLE klingen würden. Hinzu kommt noch Steve Lukather (TOTO), der fasziniert vom Sänger Nathan James ist. Das bedeutet also, das die Erwartungshaltung für mich sehr hoch war. Mal sehen ob das Album diese auch halten kann. Schon beim Opener „Until I Die“ wird man durch die Hammondorgeln direkt ins Zeitalter von DEEP PURPLE zurückversetzt. Die Band hat sich mit dem schwedischen Gitarristen Andreas Eriksson verstärkt und genau dieser setzt den Song so in Szene, das er genügend Härte besitzt. Weiter geht es mit dem treibenden Song „Breakaway“ bei dem Nathan einem manches Mal an David Coverdale erinnert.  Man sollte vielleicht noch erwähnen, das Nathan James bei TRANS-SIBIRIAN ORCHESTRA gesungen hat. Seine Stimme hat dieses gewisse Etwas was einem total elektrisiert. Aber weiter mit den Songs. Der groovige Midtemposong „High Flying Gypsy“ nimmt ein wenig das Tempo raus, aber das ist auch egal, denn der Ohrwurm setzt sich sofort im Gehörgang fest. Mit dem benötigten Blues versehen kommt der Melodic-Rocker „Holy Water“ daher und sorgt für eine neue Klangfarbe. Mit „Warning“ bleibt man am Anfang im bluesigen Bereich, aber nach kurzer Zeit wird man durch eine wahre Hardrock-Granate aus dem Ruhemodus gerissen.

Schon jetzt haben mich INGLORIOUS total in ihrem Bann gezogen, denn auf ein solches Album habe ich schon lange gewartet. Aber mal sehen was da noch kommt. Mit der epischen Nummer Bleed For You“ weiß die Band auch zu punkten, denn sie strotzt nur so vor Emotionen. Hinzu wieder dieser tolle 70iger Sound im modernen Gewand. Einen grandiosen Rocker hat die Band mit „Girl Got A Gun“ abgeliefert. Dieser Song wechselt die Tempi von Midtempo zu Abgehrocker und über allem thront die Stimme von Nathan. „You’re Mine“ groovt was das Zeug hält und Nathan weiß bei diesem Song mit einer variantenreichen Stimme zu überraschen, die einem das Ein oder Andere Mal die Haare hochstehen lassen. Mit dem Titeltrack „Inglorious“ hat man wunderbar den Spirit von Bands wie URIAH HEEP eingefangen, denn Nostalgie trifft auf modernen Sound. Den Abschluss dieses Albums bilden zuerst die wunderbare Ballade „Wake“ und am Ende hat man mit „Unaware“ nochmal tief in die Rockkiste gegriffen, denn der Song geht einfach unter die Haut. Damit ist man schon am Ende angelangt. Die 11 Songs, die, u.a. aus der Feder von anerkannten Größen wie Al Pirelli (Savatage, Trans-Siberian Orchestra, Ex-Megadeth) oder Joel Hoekstra (Ex-Nightranger, Whitesnake) stammen treffen den Nerv der Zeit.  Soundtechnisch wurde das Album perfekt von Produzent Chris Kimsey (The Who, Rolling Stones) in Szene gesetzt.

Was kann ich jetzt nur noch sagen, denn ich bin im Moment sprachlos. So viel noch zum Abschluss, für mich ist das Album definitiv ein frühes Highlight in diesem Jahr und ich glaube nicht das es noch zu überbieten ist. Ein Album auf gleichbleibend hohem Niveau und die Band besitzt das Potential in die großen Fußstapfen der vorhin genannten Bands zu treten. Ich bin überwätigt!

Hier noch zwei Videoclips zu „Unaware“ und „Until I Die“.

Anspieltipps:

Until I Die, Holy Water, You’re Mine

 

Tracklist:

01. Until I Die
02. Breakaway
03. High Flying Gypsy
04. Holy Water
05. Warning
06. Bleed For You
07. Girl Got A Gun
08. You’re Mine
09. Inglorious
10. Unaware
11. Wake

 

Line-up:

Nathan James – vocals
Andreas Eriksson – lead guitars
Wil Taylor – guitars
Colin Parkinson – bass guitar
Phil Beaver – drums

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