News Ticker

KRAYENZEIT – Von Mond und Schatten

Veröffentlichung:  27.10.2017

Stil:  Mittelalterrock, Folkrock

Label:   Oblivion/SPV

Website:  https://www.krayenzeit.de

Facebook:  https://www.facebook.com/Krayenzeit

Gerade einmal ein Jahr ist es her, dass KRAYENZEIT ihr zweites Album „Tenebra“  veröffentlichten,  da stehen sie nun schon mit einem Nachfolger in den Startlöchern. „Von Mond und Schatten“ heißt das neue Werk, mit dem die Stuttgarter Krähen nun die Mittelalterrock-Szene aufmischen.

Gleich nach einem stimmungsvollen Intro starten KRAYENZEIT dann auch voll durch: „Spieglein Spieglein“ und „30 Silberlinge“ sind beides energiegeladene Mittelalterrock-Nummern, die es den Hörern schwer machen, Kopf und Füße still zu halten. Auch Lieder wie „Blut von meinem Blut“ oder „Kein Engel“ gehen mit ihrer gut ausgewogenen Mischung aus rockigen Klängen und folkigen Parts mit Instrumenten wie Flöten und Geigen gut nach vorne. Textlich sind die Lieder dabei, wie man es von KRAYENZEIT gewohnt ist, stets gut durchdacht und tiefgründig. Da wird dann schon mal das Spieglein aus dem Märchen zur Kritik an Oberflächlichkeit und Selbstverliebtheit oder antike Stoffe wie der gescheiterte Himmelsflug von Ikarus und seinem Vater Dädalus werden neu aufgearbeitet.

Dass KRAYENZEIT auch ruhigeren Tönen nicht abgeneigt sind, zeigen sie auf den Balladen ihres neuen Albums. Da wäre zum Beispiel „Am Leben“, eine wunderschöne Hommage an das Dasein, bei dem sich die Band gleich mehrfache gesangliche Unterstützung geholt hat. Sowohl Anna Murphy (CELLAR DARLING, ex-ELUVEITIE) als auch Katja Moslehner (SAVICA, ex-FAUN) sowie Malte Hoyer (VERSENGOLD) bereichern das Lied mit ihren Stimmen, die alle ganz hervorragend harmonieren und „Am Leben“ zu einem der absoluten Highlights auf „Von Mond und Schatten“ machen. Noch ruhiger kommt das „Tagelied“ daher, ein filigranes, von Harfenklängen getragenes Stück ganz in der Tradition der mittelalterlichen Gattung der Tagelieder, das einen beim Hören ganz einhüllt.

In krassem Gegensatz zu diesen zarten Klängen steht wiederum das darauf folgende „Vogelhochzeit“, welches den Abschluss des Albums bildet. Hier haben sich KRAYENZEIT Unterstützung von Aello von den Genrekollegen HARPYIE geholt und dabei das wohl ungewöhnlichste Stück des Albums geschaffen. Sind die Texte sonst eher ernsthaft und tiefsinnig, geht es bei der „Vogelhochzeit“ ziemlich zotig zu und es wäre wenig verwunderlich, wenn man das Lied in Zukunft auf der einen oder anderen Mittelalterfeier aus vielen Kehlen zu hören bekäme, ist es doch ein wahres Partylied.

Insgesamt ist KRAYENZEIT mit ihrem dritten Album „Von Mond und Schatten“ ein würdiger Nachfolger zum Erfolgsalbum „Tenebra“ gelungen. Das Werk bietet soliden Mittelalterrock mit Ausflügen sowohl in folkige als auch in metallische Gefilde und intelligenten Texten. Auch die zahlreichen namhaften musikalischen Gäste bereichern das Album um weitere Einflüsse. Neben den bereits genannten Musikern trug auch noch Anna Katharina Kränzlein von SCHANDMAUL zur Vielseitigkeit des Silberlings bei.

Wer sich jetzt selbst von der Qualität der neuen Stücke überzeugen möchte, kann das derzeit auf den Bühnen des Landes tun, begleiten KRAYENZEIT doch dieser Tage SCHANDMAUL auf ihrer großen „Von Leuchtfeuern und anderen Halunken“-Tour. Eine Gelegenheit, die man sich möglichst nicht entgehen lassen sollte!

Tracklist:

  1. Intro
  2. Spieglein Spieglein
  3. 30 Silberlinge
  4. Am Leben
  5. Wir sind die Sünde
  6. Krähenkönigin
  7. Blut von meinem Blut
  8. Nirgendmeer
  9. Ikarus
  10. Kein Engel
  11. Du bist mein Henker
  12. Orpheus
  13. Die Wut
  14. Tagelied
  15. Vogelhochzeit

Line Up:

Markus Engel – Gesang, Cister, Rauschpfeife
Micki Richter – Gitarre
Alex Reichert – Gitarre, Cister, Laute, Chor
Jessi Kondermann – Drehleier, Flöten Chor
Shir-Ran Yinon – Geige, Chor
Joachim Lappel – Bass
Martin Daniel – Schlagzeug

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*