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VANISHING POINT – Tangled In Dream 2-CD Special Edition

Veröffentlichung: 27.01.2017

Label:  AFM Records

Stil:  Powermetal, Melodic Metal

Webpage:   http://www.vanishing-point.com.au

Facebook:  https://www.facebook.com/vanishingpointaustralia

 

Die australische Band VANISHING POINT wurde in den 90iger Jahren in Melbourne gegründet. Damals fungierten sie zwar noch unter ihrem ersten Namen EYE, aber schon sehr schnell änderte man den Namen in VANISHING POINT. Bisher veröffentlichten sie 5 Studioalben und vor allem das letzte Album „Distant Is The Sun“ aus dem Jahre 2014 sorgte für mächtig Furore.

Heute gibt es kein neues Album, denn das Album „Tangled In Dreams“ wurde bereits im Jahre 2000 veröffentlich und da es mittlerweile nicht mehr käuflich zu erwerben war entschloss sich AFM Records dieses als Re-Release in Form einer 2-Disc-Neuauflage mit massig Bonusmaterial noch einmal ins Gespräch zu bringen. Da ich das Album damals nicht zum Reviewen bekommen habe war ich natürlich sehr gespannt wie VANISHING POINT denn früher so geklungen haben. Die CD startet mit dem rockigen Song „Surreal“, der progressiv und rockig daherkommt. Mit „Samsara“ ist der Band ein wahnsinnig guter Rocksong geglückt, den man getrost in die AOR Sparte einordnen kann. Mich fasziniert bei diesem Song vor allem der Gesang von Sänger Silvio Massaro, der über eine tolle Stimme verfügt. Gut das er auch noch heute mit an Bord ist. Progressiver wird es dann wieder beim nächsten Stück „Closer Apart“. Trotz allem ist der Grundsound dieses Songs im AOR Sektor und der Song verfügt über gänsehauterregende Refrains. Etwas Tempo wird beim nächsten Song „Bring On The Rain“ herausgenommen und deswegen geht er der Midtemporocker direkt unter die Haut. Das nächste Stück „Never Walk Away“ kann man sehr gut mit den neueren Songs der Band vergleichen, denn der etwas hart startende Song entwickelt sich in seinem Verlauf zu einem progressiven und stimmungsvollen Highlight.

Bei „The Real You“ handelt es sich um eine zu Herze gehende Ballade, die sofort zu Herz geht. Tolles Gefühlskino! Ein wenig verschachtelt klingt der Song „Two Minds And One Soul“. Der durch treibende Gitarren und einer imposanten Drummer-Leistung brillierende Song geht sofort ins Blut, aber man braucht ein paar Durchläufe. Das gleicht trifft auf den nächsten Song „I Will Awake“ und eins ist sicher, nach Ende des Songs ist man wirklich wach. An manchen Stellen klingt der Song ein wenig nach PINK FLOYD und an manches Stellen klingt er sehr hart durch den treibenden Drumsound. Tolles Achterbahngefühl bei diesem Lied. Als nächstes folgt mit „Dancing With The Devil“ wieder eine unter die Haut gehende Ballade und man kann VANISHING POINT bestätigen, Gefühl können sie wirklich verbreiten. Etwas ungewöhnlich, mit einem Saxophon, startet das Lied „Father (7 Years)“. Der 8 minütige Song wird zu keiner Sekunde langweilig, denn nach einem verhaltenen Start enwickelt sich der Song zu einem rasanten Metalsong mit sehr viel Tiefgang – mein absoluter Favorit auf dem Album. Einen passenden Song, der für mich wie ein Outro wirkt ist der Band mit dem Titelsong „Tangled In Dreams“ gelungen. Der nur durch Keyboards und ein wenig Percussion begleitete Song bringt einem sofort zum Träumen. Nach dem Anhören des Albums, welches ja schon 16 Jahre auf dem Buckel hat, kann ich nur sagen, das würde auch in die heutige Zeit passen.
Aufgewertet wird die Veröffentlichung durch die zweite CD. Auf dieser findet man eine Neuaufnahme von „Samsara“, die man dann sofort mit dem Song auf CD 1 vergleichen kann. Weiter ein Song, „The Endless Road“, vom letzten Album „Distant Is The Sun“ und mit „Veil Of Deceit“ einen Japan Bonussong für Japan vom Album „The Fourth Season“  und zudem 2 Coversongs. So haben sich VANISHING POINT an eine tolle Version vom JOURNEY-Song „Seperate Ways“ und eine ebenso gelungene Version vom PINK FLOYD Song „The Turning Away“ entschieden. Die letzten 5 Songs stammen aus einer Live & Unplugged-Session der Band.

Wer „Tangled In Dream“ noch nicht in seinem CD-Regal stehen hat, sollte dies unbedingt nachholen. Gute Idee dieses Teil noch einmal zu veröffentlichen. Wenn man Vergleiche zur heutigen Zeit zieht kann man ruhigen Gewissens sagen, die Band hat sich positiv weiter entwickelt, aber sie haben nie ihre Roots verleugnet. Zudem ist die Qualität der Songs im oberen Bereich angesiedelt, obwohl sie ja schon 16 Jahre auf dem Buckel haben. Hut ab!

 

Tracklist:

CD 1:
1. Surreal
2. Samsara
3. Closer Apart
4. Bring On The Rain
5. Never Walk Away
6. The Real You
7. Two Minds And One Soul
8. I Will Awake
9. Dancing With The Devil
10. Father (7 Years)
11. Tangled In Dreams

CD 2:
1. Samsara II (newly recorded 2016 version)
2. Separate Ways (Journey cover)
3. On The Turning Away (Pink Floyd cover)
4. The Endless Road (Japan bonus “Distant Is The Sun”)
5. Veil Of Deceit (Japan bonus “The Fourth Season”)Live and Unplugged on PBS FM (2003):
6. The Real You
7. Dancing With The Devil
8. Inner Peace
9. Hollow
10. Vanishing Point

 

Line-up:

Silvio Massaro – Vocals
Chris Porcianko – Guitar
James Maier – Guitar
Simon Best – Bass
Christian Nativo – Drums

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