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SCHATTENMANN – Licht An

Veröffentlichung: 02.03.2018

Stil:  NDH, Industrial, Gothic, Metal

Label:  Drakkar Records

Webpage:  https://www.schattenmann.net

Facebookhttps://www.facebook.com/schattenmannband

 

Erst Ende 2016 hat sich die Nürnberger Band SCHATTENMANN zusammen getan. Schon nach kurzer Zeit haben sie es geschafft sich einen hohen Stellenwert in der Gothic-Szene und auch darüber hinaus einen Namen zu machen. Die Band um Sänger Frank Herzig definiert ihren Sound als „Neue Deutsche Härte 2.0“. Ihr NDH Sound verfeinerten sie mit Metal und Industrialklängen, aber auch Hooklines fanden ihren Platz in den Songs. Ihre Klasse konnten im letzten Jahr unter Beweis stellen, als sie als Support für HELDMASCHINE fungierten. Jetzt kommt endlich das Debutalbum der Band und ich bin gespannt.

Mit dem Titelsong „Licht An“ startet man sehr keyboardlastig im Industrialstil ins Album. Vor allem geht einem der Gesang von Frank Herzig unter die Haut. Der treibende Sound des Songs ist wie gemacht für einen Einstieg ins Album. Im gleichen treibenden Tempo geht es dann weiter mit „Brennendes Eis“. Dieser Song ist ein toller Ohrwurm, der die Tanzflächen der Republik füllen wird. Sehr hymnenhaft startet der Song „Gekentert“. Der balladeske Song trifft mitten ins Herz und Franks Stimme sorgt für einige Gänsehäute. Mit sehr viel Gefühl wird auch der nächste Song „Zahn Der Zeit“ vorgetragen. Mit leicht metalischen Klängen die von Pianoklängen abgemildert, wird ein wahres Highlight. Mit einer guten Prise Industrial geht der Reigen dann weiter mit dem Song „AMOK“. Mit diesem Song zeigen uns SCHATTENMANN auf was sie unter Neue Deutsche Härte 2.0 ausdrücken wollen. Mit einer Kinderstimme die den nächsten Song „Generation Sex“ ankündigt geht es dann weiter. Guter Song, aber es sind noch bessere auf dem Album.
Im Gothicmetalstil klingt dann „9mm“, der mich sehr stark an OOMPH! Erinnert. Toller Song der sofort ins Blut geht. Ganz anders ´dagegen klingt dann „Krieger Des Lichts“. Der Metalsong kommt sehr gut ohne Industrialsounds aus, denn durch die tollen Hooklines setzt er sich sofort im Ohr fest. Der eher im Mid- bis Uptempobereich angesiedelte Song lebt vor allem durch den Gesang und die hervorragenden Backings. Ein weiterer Ohrwurm im Gothic-Bereich ist SCHATTENMANN mit „Trümmer Und Staub“ gelungen. Der Song geht ebenfalls durch und durch. Mit angezogener Handbremse kommt dann „Schattenmann“ daher. Ein Song der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Als Bonusmaterial gibt es noch 3 Songs die mit „Böser Mann“ anfangen. Der sehr atmosphärische Song erinnert mich ein wenig an TANZWUT. Auch sehr elektronisch ist der nächste Song „Rot“ ausgerichtet. Diese beiden Songs sind mehr im Mittelalterlichen Metal angelegt, aber machen genauso Spaß wie die anderen Songs, denn sie sind tanzbar und sie laden zum Mitsingen ein. Den Abschluss macht die Unplugged-Version von „Gekentert“ und bildet somit den perfekten Abschluss für ein Debutalbum das es in sich hat.

Mir gefallen vor allem die Raffinessen im Wortspiel von SCHATTENMANN, die sehr zweideutig angelegt sind. Die selbstironischen Hinterfragungen, aber auch gesellschaftskritische Themen werden in den Lyrics aufgegriffen. Diese passen optimal zum Sound, der von treibenden Gitarren, einem perfekten Bassspiel, einem tollen Drumsound und einem charismatischen Gesang geprägt ist. Als Debutalbum ein optimaler Einstand und wir werden mit Sicherheit noch mehr von dieser tollen Band hören.

Tracklist:

01. Licht An
02. Brennendes Eis
03. Gekentert
04. Zahn Der Zeit
05. AMOK
06. Generation Sex
07. 9mm
08. Krieger Des Lichts
09. Trümmer Und Staub
10. Schattenmann
11. Böser Mann (Bonus)
12. Rot (Bonus)
13. Gekentert (Unplugged) (Bonus)

 

Line-up:

Frank Herzig – Vocals

Jan Suk – Guitar

Luke Shook – Bass

Nils Kinzig – Drums

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