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ALICE COOPER

Alice Cooper & THE OTHER

21. Juni 2010

Bonn, Museumsplatz

Es standen schon eine ganze Menge Fans am Eingang als wir ankamen. Etwas später war dann auch schon Einlass. Die Open-Air-Bühne und ein guter Teil der Fläche vor der Bühne sind überdacht, dadurch ist man nicht nur vor Regen geschützt, sondern die Lichtshow kommt auch richtig gut zur Wirkung.

THE OTHER gingen um 19 Uhr auf die Bühne und es hatten sich schon einige Fans vor der Bühne versammelt, während andere sich erst einmal ein Bier genehmigten Das auch noch während die Horror Punk Rocker spielten. Leider ließ der Sound zu wünschen übrig, abhängig von Platz gingen die Gitarren oder der Gesang unter und das Schlagzeug war einfach zu laut. THE OTHER kamen in einem Horror-Outfit auf die Bühne, als wenn sie gerade vom Set eines Horrorfilms kämen oder auf dem Weg zu einer Halloween-Party seien. Sänger Rod Usher und seine Kumpel beschreiben ihren Sound als Horror Punk, aber es ist eher eine leicht metallische Variante des Punk Rock – eine massenkompatible Version der Misfits.

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Einige Fans waren wohl wegen THE OTHER gekommen, während andere das Treiben auf der Bühne eher befremdlich fanden… Nach „The End Of The Time“ dankte Rod Usher allen dafür, dass sie keine Angst zeigen würden und es ging weiter mit „Der Tod steht dir gut!“ Songs wie „Lover’s Lane“ und „Beware Of Ghouls“ sollten folgen. Besonders „We Are The Other Ones“ kam bei ihren Fans gut an – und auch einige andere fingen an den Refrain mitzusingen. Die Band bemühte sich die Fans von Alice Cooper zu unterhalten und zumindest ihr Halloween-mässiges Outfit passt gut zum Meister des Shock Rock – aber musikalisch…

Während der Umbaupause versorgten sich viele noch einmal mit etwas zu trinken, andere warteten ungeduldig auf den Anfang der Show. Um 20:30 Uhr sollte es endlich so weit sein – die Show begann! Und mit „School’s Out“ wählte man einen Klassiker, den auch gleich das Gros des Publikums mitsang. Auch wenn der Sound besser war, so war Alice Cooper’s Gesang manchmal etwas zu leise, besonders wenn der Rest der Band die Backings beisteuerte. Mit „No More Mr. Nice Guy“ gab’s gleich noch einen weiteren Hit. Für „I’m Eighteen“ kam Alice Cooper mit einer Krücke auf die Bühne, die mit Knochen verziert war. Zeit für ein anderes Outfit, bis der Meister zurück war, gab die Band Gas und unterhielt die Fans bestens. Mit einem Armeehut und Jockeygerte präsentierte er dann „Wicked Young Man“. Dann kamen einige Maskierte auf die Bühne, die den Sänger attackierten. Erst stach man auf ihn ein, dann zog man ihm eine rötliche Zwangsjacke über. Bei „Ballad Of Dwight Fry“ lag Alice Cooper am Boden während seine Angreifer die Guillotine auf die Bühne rollten – und am Ende des Songs wurde Alice dann geköpft. Seit Jahrzehnten ist die Guillotine ein Höhepunkt der Alice Cooper Show, heute war es nur der erste Tod, den Mr. Cooper heute sterben sollte! Jimmy DeGrasso’s Drumming und Chuck Garric’s schwerer Bass-Groove leiteten „Go To Hell“ ein. Alice Cooper kehrte zurück mit einem Hut, der einen an einen Voodoo-Priester erinnerte, dann nahm er „seinen“ Kopf aus dem Korb vor der Guillotine. Welche eine Show!

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Bei „Guilty“ kam dann ein Girl in einem weißen, blutverschmierten Kleid auf die Bühne, Alice schlug sie ins Gesicht und warf sie zu Boden. Bei „Cold Ethyl“ nahm Alice dann eine Frauenpuppe auf, schmiss sie auf den Boden und hob sie dann auf um mit ihr zu tanzen. Gleich von Anfang an sangen die Fans „Poison“ mit. Am Ende vom Lied kam Nurse Tiffany auf die Bühne und gab dem Shock Rocker eine tödliche Injektion. Aber er kam zurück!

Gitarrist Damon Johnson übernahm die Bühnenmitte für ein Solo während die Krankenschwester Alice von der Bühne zog und ihn dann im Rollstuhl für „Nurse Rozetta“ auf die Bühne schob. Weiter ging es mit „Be My Lover“ bei dem er einen von Rozetta’s Strümpfen nahm, ihn erst über seinen Kopf zog um Rozetta dann später mit ihrem Strumpf zu erdrosseln. „Only Women Bleed – I Never Cry“ begann man mit akustischen Gitarren und Alice Cooper setzte sich hin, bis er von den Maskierten weggezogen wurde und man ihm den Strick umlegte – dann war die Krankenschwester zurück und trat den Block weg und Alice baumelte am Galgen. Tod Nr. 3 durch Erhängen. Der Galgen wurde wieder entfernt; Zeit für die Musiker sich mit Soli zu präsentieren. Zum Ende des Instrumentals wurde eine Gangway langsam auf die Bühne gerollt – und oben stand Alice Cooper in einer Spinnen-Jacke und man spielte „The Black Widow“ und „Vengeance Is Mine“. Während Alice Cooper langsam die Gangway runterstieg kamen die Maskierten wieder, aber diesmal starben sie durch die Spinne. Als eine Box mit Barbiepuppen und Halsketten auftauchte, wussten die Fans gleich, es war Zeit für „Dirty Diamonds“ und „Billion Dollar Babies“. Wie gewohnt warf Alice Cooper einige Ketten ins Publikum und hängte aber auch seinen Musikern Halsketten um. Alice spielte mit den Puppen und einem Schwert, auf das er u.a. auch einen Puppenkopf präsentierte.

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Eine große Kiste wurde auf die Bühne gerollt, eine Art Nürnberger Eiserne Jungfrau. Die „tote“ Krankenschwester kehrte zurück um Alice in die Box zu schubsen und ihn mit Schwertern zu durchbohren. Alice’s letzter Tod wurde zu den Klängen von „Killer“ durchgeführt. Bei „Feed My Frankenstein“ wurde er von einem riesigen Zyklopen attackiert, „Under My Wheels“ sang er dann auf dem Boden liegend. Zu guter Letzt stellte er die Band vor und deutete noch einmal alle Todesarten, die er heute gestorben war, an. Das war das Ende vom Set, aber es dauerte nicht lange und sie waren wieder da! Alice Cooper hatte für „Elected“ einen silbernen Frack und Zylinder gewählt und schwenkte eine Deutschland-Fahne. Zufall? Oder eine Anspielung auf die Präsidentenwahl? Man beendete den Abend wie man ihn angefangen hatte  – mit „School’s Out“. Wieder einmal eine großartige Show von Alice Cooper’s Theatre Of Death!

Okay, der Sound hätte besser sein können, aber es gab viele Klassiker, die die Fans hören wollen. Es wäre aber mal was, wenn man „Along Came A Spider“ als Show konzipieren würde und nach einer Pause einige Klassiker spielt. Alice Cooper hätte sicher einige nette Ideen um „Along Came A Spider“ auf die Bühne zu bringen.

Im Publikum sah man neben den Jungs von Gun Barrel auch den Comedian Bernhard Hoecker, der bekennender Metal-Fan ist. Wer Alice Cooper auf dieser Tour verpasst hat, er und sein „Theatre Of Death“ kommen Ende des Jahres noch einmal auf Tournee, also Termin vormerken – und am besten schon einmal Ticket kaufen!

www.alicecooper.com

Setlist ALICE COOPER

  1. School’s Out
  2. No More Mr. Nice Guy
  3. I’m Eighteen
  4. Wicked Young Man
  5. Ballad of Dwight Fry
  6. Go To Hell
  7. Guilty
  8. Cold Ethyl
  9. Poison
  10. From The Inside
  11. Nurse Rozetta
  12. Be My Lover
  13. Only Women Bleed – I Never Cry
  14. The Black Widow
  15. Vengeance Is Mine
  16. Dirty Diamonds
  17. Billion Dollar Babies
  18. Killer
  19. I Love the Dead
  20. Feed My Frankenstein
  21. Under My Wheels

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  1. Elected
  2. School’s Out

Story: Claudia Ehrhardt

Fotos: Gisela Schmitz

1 Kommentar zu ALICE COOPER

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