LABYRINTH
„Sons of Thunder“ heißt das aktuelle Melodic Power Metal Werk von LABYRINTH, das am 22.08.2000 das Licht der Musikläden erblickte. Wir konnten in Olaf Thörsen einen der Anführer der „Söhne des Donners“ dafür gewinnen, uns etwas über das dramatische Album zu verraten.
Das Cover der CD zeigt bereits einen dunklen Ritter zu Pferde, der gerade dabei ist, eine
ziemlich entkleidete Lady zu attackieren. Was passiert also in der besungenen Story im Jahre 1679?
– Der französische König Louis der 14. bekommt auf einer seiner Partys in Paris ein Portrait geschenkt. Er verliebt sich in die Frau auf dem Bild: Kathryn, die Tochter des Herrschers von Venedig. König Louis beauftragt die Sekte der „Söhne des Donners“, Kathryn zu entführen und zu ihm zu bringen. Doch die Dinge laufen nicht ganz so einfach. Der Anführer der Sekte verliebt sich ebenfalls in Kathryn und verrät den König aus Liebe.
Was ist die Aussage der Story? Was wollt ihr damit ausdrücken?
– Die Aussage ist, dass Liebe Menschen ändern kann. Wenn wir verliebt sind, sind die Dinge leichter und schöner. Menschen brauchen Liebe, manche mit ein und derselben Person, manche mit vielen Personen. Sie ist das wichtigste Gut, das wir in unserem Leben haben können.
Ist das Deine eigene Erfahrung?
– Meine persönliche Erfahrung ist leider nicht sehr glücklich. Ich war verheiratet und bin geschieden. Aber das ist kein Problem. So ist das Leben nun einmal. Für gewöhnlich mögen es Frauen nicht, wenn man immer auf Reisen ist.
Könntest Du Dir vorstellen, dich mit König Louis zu identifizieren?
– Nein. Er ist zu selbstsüchtig. Solche Charaktere mag ich nicht. Vielleicht könnte ich mich mit dem Führer der „Söhne des Donners“ identifizieren.
Wenn Du eine Rolle in einem Film bekommen könntest, was würdest Du gerne sein? Wärest Du lieber gut oder lieber böse?
– Wenn ich wählen könnte, würde ich lieber ein Böser sein. Aber keiner, der die Weltherrschaft an sich reißen will. Solche Leute gefallen mir nicht. Vielleicht würde ich eine Rolle in der Art der „Sons of Thunder“ wählen: Mit einer inneren Macht, nicht unbedingt immer nur nett, aber mit einem Idol und der Stärke, an etwas zu glauben.
Welche Filme siehst Du gerne?
– Ich gehe nicht so oft ins Kino oder schaue fern. Wenn ich zufällig mir doch was ansehe, sind es meist Comics oder etwas mit Spezialeffekten. Etwas, das man genießen kann. Ich mag keine Filme, bei denen man nur traurig wird oder zu sehr über deren Bedeutung nachdenken muß.
Welche Arten von Metal hörst Du gerne?
– Ich finde, es gibt in jedem Stil einige gute Lieder. Allgemein bin ich eigentlich weniger interessiert an Black Metal oder Death Metal. Es ist schwierig, in diesem Stil Melodien zu finden.
Was hältst Du von Savatage?
– Savatage ist definitiv eine meiner Lieblingsbands. Besonders in der Vergangenheit, als Criss Olivia noch am Leben war. Er war ein sehr guter Gitarrenspieler.
Welches sind Deine Lieblingssongs Eures neuen Albums?
– Schwer zu sagen. Ich denke „Kathryn“ und „Touch the rainbow“.
In den Titeln Eurer CDs findet man einen großen Bezug zu Naturphänomenen wie Regenbogen, Donner oder Mondlicht. Magst Du die Macht der Natur?
– Ich bin fasziniert von der Natur. Ich mag den Mond, die Nacht, die Träume von Liebe.
All diese Phänomene helfen einem, in der Phantasie zu reisen. Auch die Phantasie ist eines der bedeutendsten Dinge für die Menschen, besser als die Realität.
Wie würdest Du den Stil von Eurer neuen CD „Sons of Thunder“ beschreiben?
– Es ist die logische Fortsetzung von „Return to heaven denied“, mit einigen Veränderungen. Man kann ja nicht immer total den gleichen Klang haben. In der heutigen Zeit spielen viele Bands häufig einfach nur Power Metal, ungeachtet dessen, dass Menschen davon gelangweilt sein könnten. Wir wollten etwas Neues und Interessantes finden, mit mehreren stilistischen Elementen.
Wie wichtig findest Du Euren Keyboard-Einfluss bei Eurer CD „Sons of Thunder“?
– Sehr wichtig. Denn zusammen mit dem Schlagzeug und den Gitarren hört sich alles noch mehr „heavy“ an. Des Weiteren hat Rob Tyrant ja eine sehr melodische Stimme. Die Keyboards lassen seine Stimme besser mit den Gitarrenklängen verschmelzen.
Wann sind die nächsten Konzerte in Deutschland geplant?
– Das wissen wir noch nicht. Wir warten auf den Bescheid von Metal Blade für eine Europa Tour. Auf dieser würden wir dann natürlich auch nach Deutschland kommen.
Welche Länder haben Euch auf Euren Touren am besten gefallen?
– In Österreich war ich mehrere Male und in Holland für ein paar Monate. Ich hatte gerade etwas Deutsch gelernt auf der Universität, und die Sprache in Holland brachte mir eine Menge Verwirrung. Ich mag die Häuser und Menschen in Holland, aber auch Deutschland und Belgien – eigentlich alle Länder.
Aber alle geben keinen Vergleich zu Italien, nicht wahr?
– Jedes Mal, wenn ich von einer Tour heimkomme, bin ich glücklich. Dort ist mein Haus, meine Stadt. Und ich kann die Berge sehen und Schwimmen gehen zu selben Zeit. Ich würde mein Zuhause mit niemandem tauschen wollen.
Wer würde das schon wollen!
Story: Monika
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