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SCELERATA

Eine junge brasilianische Band namens SCELERATA macht sich auf, die Welt zu erobern. Das könnte auch funktionieren, denn ihre Musik wird auf offene Ohren stoßen. Die Mischung aus traditionellem Metal, gespickt mit frischem und modernem Sound lässt einem zwar manches Mal an bekannten Bands (ich will jetzt keinen Namen nennen) erinnern, aber sie verstehen es perfekt ihren eigenen Stil ins rechte Licht zu rücken. Ein Gespräch, welches ich mit Sänger Carl Casagrande führte brachte noch mehr Licht ins doch noch etwas Dunkle, denn Brasilien ist ja nicht gerade mal um die Ecke.

Viele Medien stellen bei SCELERATA den Vergleich zu Helloween oder anderen Bands dieses Genres an. Das sehe ich nicht so, denn sie zelebrieren auf ihrem Debutalbum schon ihren eigenen Stil, der nur sehr schwach an die genannten Bands erinnert.

– Über solche Sichtweisen waren wir auch etwas schockiert, denn wenn man sich die Arbeit macht und das Album sich genau anhört, werden diese Meinungen entkräftet. Wir haben sehr viele Einflüsse aus dem Hardrock, dem progressivem Metal und auch einige Anleihen aus der Thrashmetal-Ecke. In einigen Stücken wurden Chöre eingesetzt, die sehr heavy klingen. Auch meine Stimme, die ja eigentlich sehr melodisch klingt, wurde an manchen Stellen sehr heavy und schnell eingesetzt. Natürlich haben wir einige Einflüsse von Helloween oder Iron Maiden, aber wer hat die nicht. Ich persönlich sehe SCELERATA auch nicht im Fahrwasser von Helloween.

Es ist ja auch klar, dass man sich ein wenig orientiert und jeder hat seine eigenen Lieblingsbands, die dann auch ein wenig mit in die Songs einfließen. Das ist ein ganz normaler Fakt. Nicht normal ist die Tatsache, dass die Band fast 5 Jahre auf ihren ersten Deal warten mussten um somit ihr Debut zu veröffentlichen.

– Das ist wirklich eine lange Zeit, aber wir haben in der ganzen Zeit sehr viele Live-Shows gespielt. Darunter waren Konzerte mit Gamma Ray und Edguy. Diese Support-Slots bekamen wir, obwohl wir nur ein Demo vorweisen konnten. Nach den ganzen Shows haben wir dann unser Debutalbum aufgenommen. Unser Hauptaugenmerk lag auf eine gute Produktion, mit der wir auch einen guten Eindruck hinterlassen konnten. Das ist uns auch geglückt, denn schon kurze Zeit später hatten wir positive Reaktionen von deutschen und auch japanischen Labels.

Ich denke, dass dieser Weg in der heutigen Zeit der Richtige ist, denn somit kann man sich doch besser präsentieren und schon eine solide Fanbase aufbauen.

– Das sehe ich genau so, denn die ganzen Konzerte die wir bestritten haben, wurden vor einer großen Besucherzahl bestritten. Der größte Gig war im Vorprogramm von Deep Purple vor über 7000 Zuschauern. Das war natürlich ein großer Vorteil für die Band und eine bessere Promotion kann man eigentlich nicht bekommen. Das war ein Art und nun können wir unseren Focus auf neue Ziele legen.

Habt ihr denn aus Europa schon Rektionen erhalten?

– Wir bekamen schon einige Einladungen nach Europa zu kommen. Mat Sinner von Primal Fear hilft uns auch, denn er mag unsere Musik. Er schaut sich im Moment nach geeigneten Touren um, bei denen wir als Support spielen können.

Kommen wir doch wieder zurück zum Album. Ihr habt das Album selber produziert. War das nicht schwierig für euch?

– Nein, denn wir hatten genug Hilfe von Freunden. So kamen Rafael Bittencourt und Edu Falaschi sehr oft in unseren Proberaum und standen uns mit Rat und Tat zur Seite. Wir wussten aber auch genau wie die Songs klingen sollten, denn durch die lange Vorbereitungszeit war das keine Schwierigkeit mehr für uns.

Ihr habt also einen optimalen Lernprozess durchlebt.

– So kann man es ausdrücken, denn wir konnten die Songs sehr oft praktisch, also live dem Publikum darbieten.

Du sprachst eben von Edu Falaschi. Ich denke, dass euch eine Freundschaft verbindet, denn er hat auch den Song „Spell Of Time“ mit eingesungen.

– Das sind wir und er ist ein großer Fan von uns. Unsere Freundschaft begann vor einigen Jahren, als ich die Termine für seine Workshoptour buchte. Wir sind richtige Freunde in den vergangenen Jahren geworden und Neid kommt bei uns nicht auf, denn wir achten uns als Kollegen.

So sollte es doch sein, denn eigentlich kann sich jede Band etwas vom Kuchen abschneiden. Was mich aber richtig überraschte war die Sache mit der Fernsehausstrahlung eures Songs „Eagle Eyes“. Ist es leicht für Bands im brasilianischen Fernsehen ausgestrahlt zu werden?

– Nein es ist nicht  einfach, aber wir arbeiten hart um unsere Popularität stetig zu vergrößern. Wir haben keine Booking- oder Promotion-Agentur hier die für uns arbeitet. Wir machen alles alleine. Den größten Support bekommen wir aber von unserem Label in Sao Paulo, die wirklich alles für uns machen. Durch die guten Kritiken und dadurch das unser Video von „Eminence“ so gut angekommen sind, öffnete dies uns auch die Toren zu der Fernsehausstrahlung. Du musst dir vorstellen, die meisten Leute denken hier, dass wir schon wieder nur eine von vielen Metalbands mit langen Haaren sind und dieses Vorurteil versuchen wir zu entkräften. Durch den Videoclip haben wir schon viel erreicht, denn durch ihn sind die Meinungen in „Die machen wirklich einen harten Job“ umgeschlagen.

Du musst ja jetzt sicher viele Interviews machen. Ist das nicht manches Mal stressig?

– Überhaupt nicht, denn es ist richtig aufregend mit Leuten aus aller Welt zu sprechen. Vor allem aber sind wir stolz auf die ganzen positiven Kritiken, die wir auf unser Album bekommen. Dies beweist uns, dass wir bis jetzt eigentlich alles richtig gemacht haben.

Werden wir euch denn auch hier in Deutschland zu Gesicht bekommen?

– Das ist alles in Planung. Zuerst müssen wir aber erst mal sehen wie das Album läuft. Ich denke aber mit einer Tour könnten wir viel erreichen, aber dazu muss man schon als Support für eine größere Band fungieren. Geplant ist aber, dass wir dieses Jahr noch nach Europa kommen.

Das wäre ja toll, denn für powervolle Musik, die zudem noch aus dem Herzen kommt, sind wir doch alle mehr als empfänglich. Mehr Infos unter:

https://www.facebook.com/ScelerataOfficial

Story: Gisela

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