SHAKRA
Viele Leute dachten, dass nach dem gesundheitsbedingten Ausstieg von Sänger Pete, eine weitere Band aufhören müsste. Dies hat sich Gott sei Dank nicht bewahrheitet, denn mit Mark Fox fand die Schweizer band SHAKRA ein stimmliches Juwel. SHAKRA knüpft mit ihrem neuen Album „Rising“ genau da an, wo sie mit „Power Ride“ aufgehört haben. Wieder bestechen die Songs durch Power und sehr viel Eigenständigkeit, dass man schon von eigenen Trademarks sprechen kann. Zu einem solch starken Album, gehört natürlich auch ein Interview. Dieses führte ich mit Gitarrist Thomas Muster. Er hatte auch einiges interessantes zu berichten.
Nach dem Ausstieg von Pete war es schwierig für euch einen geeigneten Sänger zu finden?
– Einfach war es jedenfalls nicht, denn es kam ziemlich schnell und wir waren natürlich nicht auf eine solche Situation vorbereitet. Die Schweiz ist nun mal ein kleines Land und man findet nicht in jeder Stadt einen Sänger der zu SHAKRA passt. Die Idee kam uns auch schon in Deutschland nach einem geeigneten Sänger zu suchen. Diese Idee verwarfen wir aber dann wieder, denn es ist doch praktischer, wenn jemand in der Nähe wohnt. Irgendwann bekamen wir ein Demo von Mark Fox, der sich mit dem AC/DC-Song „Touch To Much“ in schweizer-deutschen Texten bei uns bewarb. Wir waren uns sofort einig, er musste vorbeikommen. Er kam dann auch ein paar Tage später bei uns im Proberaum vorbei, sang die Songs ein und wir waren uns sofort einig, der ist es.
Ich habe mir vor dem Interview noch einmal „Power Ride“ und eure neue Scheibe „Rising“ angehört und ich habe festgestellt, dass Pete und Mark stimmlich ziemlich gleich klingen.
– Sie klingen wirklich ziemlich gleich, obwohl dies nie unser Ziel war. Was aber auch viel ausmacht ist die Tatsache, dass Thom und ich die meisten Songs schreiben und wir haben unsere Vorstellungen wie ein Song klingen sollte. Es könnten diesbezüglich viele Sänger bei SHAKRA singen, denn es würde immer nach SHAKRA klingen.
Du meinst dies jetzt vom Sound her.
– Genau, allein nur vom Sound her. Mark hätte mit Sicherheit noch die Möglichkeit gehabt in den verschiedensten Bands zu singen, aber er hat sich unserem Sound ein wenig angepasst, damit es im Endeffekt nach SHAKRA klingt.
Obwohl Mark doch sehr variantenreich die Songs intoniert.
– Ich von meiner Seite bin auch sehr glücklich mit dem Album. Nichts gegen Pete, aber durch Mark haben wir noch mehr Möglichkeiten mit unserem Sound zu spielen. Es ist auch eine sehr angenehme Arbeitsweise, wenn Ideen entstehen, die früher überhaupt nicht möglich waren.
War das auch der Grund dafür, dass ihr zwei Jahre mit einer neuen Veröffentlichung gewartet habt?
– Ich denke, wenn wir den Sängerwechsel nicht gehabt hätten, wäre es vielleicht schneller gegangen. Andererseits hatten wir, als Mark zu uns kam, einen solchen Motivationsschub, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir wirklich gedacht, was nun? Als Mark zu uns kam, ging das Songwriting sehr schnell von der Hand. Ich kann auch heute nicht sagen, ob es schneller gegangen wäre, wenn Pete noch dabei gewesen wäre.
Jedes Jahr ein neues Album ist ja auch ein bisschen viel, denn dadurch laugt eine Band doch ziemlich aus. Hinzu kommt dann auch noch, dass die Qualität darunter leidet.
– Obwohl ich jetzt sagen muss, dass ich nach dem Einstieg von Mark so motiviert war, dass ich mittlerweile für das nächste Album tausende Ideen. Vielleicht kommt das nächste Album schon in anderthalb Jahren auf den Markt.
Wichtig ist doch dass eure Motivation wieder vorhanden ist. Was mir auch sehr gut an „Rising“ gefiel, sind die gut positionierten Ruhephasen, in Form von Balladen oder Midtempostücken. Es belebt das Album in großem Maße und wird zu keiner Zeit langweilig.
– Die Zusammenstellung der Songs auf einem Album ist wirklich sehr entscheidend. Wir haben dieses Mal sehr bewusst auf diese Abwechslung geachtet. Man muss aber auch noch ganz klar sehen, dass du eine Frau bist. Ich denke schon, dass du diese ruhigeren Passagen brauchst. Ich habe auch schon andere Meinungen gehört, dass man solche Balladen einfach nicht braucht. Ich sehe es so, dass wir Musik machen, für alle möglichen Leute.
Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich nur auf Balladen stehe, denn ich liebe auch die Power. Kommen wir aber noch einmal zum Songwriting. Beim letzten Interview sagtest du mir, dass du ca. 50 Songideen hattest. War das bei „Rising“ genauso?
– Weißt du das noch so genau?
Ich habe doch das letzte Interview noch einmal durchgelesen.
– Dann ist gut, ich hätte es nicht mehr gewusst. Jetzt aber zu deiner Frage. Es waren weniger Ideen, weil das, was wir gemacht haben meistens sofort funktioniert hat.
Als Mark in die Band kam, hat er sich dann noch am Songwriting mit beteiligt?
– Es war schon einiges fast fertig, aber zu den anderen hat er noch einiges dazu beigetragen. Die Ballade „I Will Be There“ stammt ganz alleine von ihm.
Das passt ja jetzt wieder zu mir als Frau, denn „I Will Be There“ ist ein ganz toller Song, welcher mir sehr gut gefällt. Er hat das gewisse Etwas.
– Das wird Mark sehr freuen und auch mich macht es sehr glücklich. Mark hat den Song ganz alleine geschrieben, angefangen vom Sound bis hin zum Text. Das einzige was Thom und ich noch gemacht haben, war eine kleine Überarbeitung. Ich hatte vorher schon einige Ideen für Balladen, aber als Mark mit dem Stück ankam, dachte ich dieser oder keiner. Wir wollen eben nur das, was wir als das Beste ansehen auf unserem Album haben.
Es ist ja auch sicher ein tolles Gefühl für Mark, dass er einen Song alleine geschrieben hat.
– Das auf jeden Fall. Er hat mit diesem Song, weil er ja auf dem Album vertreten ist, eine Bestätigung bekommen, dass er ein voll intrigiertes Mitglied von SHAKRA ist. Für uns war das schon im Vorfeld klar, aber er ist nun doch ziemlich Happy und die Bestätigung für ihn ist auch für das weitere Zusammenarbeiten von Vorteil. Uns war es auch sehr wichtig ihm zu zeigen, dass er immer mit seinen Ideen kommen kann.
Das Album heißt „Rising“. Rising bedeutet ja Steigerung. Kann man diesen Titel auch auf SHAKRA beziehen?
– Man kann es so sehen, aber bei SHAKRA ist es bis jetzt immer so gewesen, dass ein Albumtitel nie mit der Band zu tun hat, oder irgendetwas Weltbewegendes aussagt. Die Idee zum Titel stammt auch von Mark, denn der Text zum Stück „Rising High“ kommt auch aus seiner Feder. Dann haben wir uns überlegt, dass wir dieses Rising als Albumtitel nehmen, denn irgendwie trifft es ja auch zu. Mark ist neu dabei, er pusht uns wieder zu neuen Leistungen. Man könnte es schon als Synonym für unseren weiteren Weg.
Ein weiteres Highlight findet ja jetzt im September statt, denn ihr geht mit KROKUS auf Tour. Ich habe auf eurer Homepage gelesen, dass es dir vorkommt, als wenn Weihnachten in den September vorverlegt worden wäre.
– Genau das habe ich geschrieben. Es ist doch toll, die neue CD ist da, wir haben eine neue Homepage kreiert und dann noch eine Tour mit KROKUS! Es läuft doch alles sehr gut für uns. Schau dir doch nur die Welt an, die ganzen Kriege und das ganze Elend, was auf der Welt herrscht. Man kann die Liste beliebig weiterführen. Aber ich denke für uns läuft es wirklich ganz gut und wir sind voll und ganz zufrieden mit der Situation, obwohl es in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich ist. Wir hoffen jetzt nur, dass alles so weiterläuft wie bisher, obwohl wir unseren Teil daran auch mit größter Sorgfalt erledigen müssen.
Dessen bin ich mir vollkommen sicher, denn wer solche Alben abliefert hat es verdient in der oberen Liga mitzuspielen. Freuen wir uns also auf September, wenn SHAKRA zusammen mit KROKUS uns unvergessliche Konzerte bescheren wird. Für noch mehr Infos schaut auf die SHAKRA-Homepage unter:
https://www.facebook.com/ShakraBand
Story: Gisela
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