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L.A. GUNS – The Missing Piece

Veröffentlichung: 13.10.2017

Stil:  Hardrock, Sleazerock

Label:  Frontiers Records

Website:  https://www.lagunsmusic.com

Facebook:  https://www.facebook.com/LAFknGuns

 

Lang ist es her, denn schon 1986 wurden die L.A. GUNS gegründet. Schon das erste selbstbetitelte Album brachte der Band ihre erste goldene Schallplatte ein. Die beiden darauffolgenden Alben „Cocked And Loaded“ und „Hollywood Vampires“ erreichten sogar für 1 Millionen verkaufter Scheiben Platinstatus. Leider gab es bei den L.A. GUNS immer Besetzungsprobleme und so dauerte es immer länger mit neuen Veröffentlichungen. In der ganzen Zeit brachte es die Band auf 12 Studioalben und 9 Live- oder Compilationalben. Jetzt nach 5-jähriger Wartezeit gibt es endlich wieder ein Lebenszeichen in Form vom Album „The Missing Peace“ und man glaubt es kaum Sänger Phil Lewis und Gitarrist Tracii Guns sind wieder vereint. Ich bin gespannt!

Mit „It`s All The Same To Me“, einem Song in traditioneller L.A. GUNS Manier,  startet das Album „The Missing Peace“. Treibend, melodiös und mit einer tollen Stimme von Phil Lewis der perfekte Einstieg. Beim nächsten Song „Speed“ wird noch ein Schäufelchen mehr Tempo aufgelegt. Bei diesem Song gefallen mir vor allem die Backingvocals und das Lied dringt sofort ins Ohr und bleibt dort stecken. Etwas düsterer dagegen ist „A Drop Of Bleach“ ausgefallen, aber man kann schon nach drei Songs feststellen, dass Phil nichts von seiner tollen Stimme verloren hat, denn sie klingt wie in „alten“ Zeiten. Zu einer wahren Hymne könnte das Stück „Sticki Fingers“ avancieren. Etwas ruhiger als die Vorgängersongs besitzt der Song den richtigen Groove und Drive. Eine wunderbare Ballade ist L.A. GUNS mit dem Song „Christine“ gelungen. Der gefühlvolle Songs findet sofort den Weg ins Herz. Genug der Gefühlsduselei, denn mit „Baby Gotta Fever“ ist der Band ein waschechter Sleazerocker gelungen.
Die zweite Hälfte des Albums wird durch den groovigen Hardrocksong „Kill It Or Die“ eingeläutet. Beim Song „Don`t Bring A Knife To A Gun Fight“ kann man dann einfach nicht mehr stillsitzen, denn der Song geht sofort ins Ohr und ins Bein und ist mit tollen Hooklines ausgestattet. Eine weitere tolle Ballade ist den L.A. GUNS mit „The Flood`s The Fault Of The Rain“, bei der mir vor allem der zu Herz gehende Gesang gefällt. Die Stimme von Phil klingt bei diesem Lied sehr rau und das treibt einem direkt die Gänsehaut auf die Arme. Beim Stück „The Devil Made Me Do It“ greift man wieder auf die Trademarks von L.A. GUNS zurück, das heißt „Sleaze meets Hardrock“, aber leider in keinem modernen Sound. Beim Titelsong „The Missing Peace“ bekommen wir wieder eine Ballade geboten, die mit akustischen Gitarren und orchestralen Parts versehen wurde. Im Verlauf nimmt der Song aber noch tempomäßig ein wenig Fahrt auf. Im gleichen Midtemposound ist auch der letzte Song „Gave It All Away“. Auch in Hinsicht auf die orchestralen Parts ist er so gestrickt wie sein Vorgänger und ein wenig LED ZEPPELIN-Feeling kommt auf.

„The Missing Peace“ ist kein schlechtes Album, aber mir fehlen bei den Songs moderne Elemente, denn die fehlen bei allen Songs. Zudem klingt die Produktion sehr blechern und wenn sie ein wenig druckvoller gewesen wäre hätte sich das sehr gut auf das gesamte Songmaterial ausgewirkt. In der heutigen Zeit benötigt man ein wenig mehr, denn die Songs klingen alle doch sehr altbacken. Für Fans der alten Zeit eine Kaufempfehlung, aber alle anderen sollten erst einmal in die Songs rein hören.

Tracklist:

01. It`s All The Same To Me
02. Speed
03. A Drop Of Bleach
04. Sticki Fingers
05. Christine
06. Baby Gotta Fever
07. Kill It Or Die
08. Don`t Bring A Knife To A Gun Fight
09. The Flood`s The Fault Of The Rain
10. The Devil Made Me Do It
11. The Missing Peace
12. Gave It All Away

 

Line-up:

Philip Lewis – Vocals

Tracii Guns – Guitars

Johnny Martin – Bass

Michael Grant – Guitar

Shane Fitzgibbon – Drums

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