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LEAVES EYES – Sign Of The Dragonhead

Veröffentlichung: 12.01.2018

Stil:  Symphonic Metal

Label:  AFM Records

Website:  http://www.leaveseyes.com

Facebook:  https://www.facebook.com/leaveseyesofficial

 

Viele waren 2016 geschockt, als sich LEAVES EYES ganz klammheimlich von ihrer Sanges-Ikone Liv Kristine trennten und mit Elina Siirala ersetzten. So vertonten sie mit ihr Ende 2016 einige Songs von „King Of Kings“, aber zum Glück haben sich LEAVES EYES dazu besonnen ein neues Album in Form von „Sign Of The Dragonhead“ aufzunehmen. Ich bin schon ganz gespannt wie sich das sechste Album der Band schlägt, denn man hat halt immer noch die wunderbare Liv Kristine im Kopf. Ob das funktioniert?

Ihren Sound getreu startet das Album „Sign Of The Dragonhead“ auch sofort mit dem Titeltrack. Mit viel Bombast wird der Song eingeläutet und legt dann tempomäßig richtig gut vor. Vom Sound her sehr gut, aber der Gesang von Elina ist für mich erst einmal sehr gewöhnungsbedürftig. Mal sehen ob das noch besser wird. Der nächste Song „Across The Sea“ erinnert einem eher an russische Folklore als an nordische Töne, aber trotzdem gefällt mir der Sound. Einzige Schwachstelle ist aber der Gesang, der einfach nicht zünden will. Das wird vor allem bei gefühlvolleren Songs wie „Like A Mountain“ sehr stark auf, denn Elina Siiralas Stimme fehlt die Ausstrahlung und der Variantenreichtum, der solch ein Song benötigt. Sehr episch und im Folkmetal angesiedelt klingt dagegen dann „Jomsborg“, der differenzierten Gesang Clean vs. Growls lebt. Bei diesem Song gehen dafür die Daumen nach oben. Der nächste Song „Völva“ startet auch sehr folkloritisch, aber schon nach kurzer Zeit nimmt er an Fahrt auf. Der Titel des Songs geht auf den altnordischen Begriff für eine Wahrsagerin, Hexe oder Zauberin zurück und wurde musikalisch sehr gut umgesetzt.

Mit „Riders On The Wind“ ist LEAVES EYES ein toller Song gelungen, der Spaß auf mehr macht. Beim Song „Fairer Than The Sun“ traut sich Elina dann endlich mal etwas mehr zu und schon sind wir qualitätsmäßig in höhere Regionen angelangt, obwohl da noch genug Luft nach oben ist. Beim Song „Shadows In The Night“ wird dann das Gaspedal richtig durch getreten und klingt wie ein typischer Symphonic Metalsong klingen muss. Wesentlich mystischer und vor allem dramatischer dagegen klingt dass „Rulers Of Wind And Waves“. Der sehr orientalisch angehauchte Song kommt sehr gut ohne Gesang aus, denn dieser hätte mit Sicherheit diesen magischen Moment zerstört. Bis auf kleinen Passage kommt dieser Instrumental-Song sehr gut ohne Gesang aus.  Im gezügeltem Symphonic Metal kommt dann „Fires In The North“, das aber keine allzu großen Spannungsbögen aufbauen kann, denn das war in der Vergangenheit bei LEAVES EYES wesentlich besser. Den Abschluss dieses Albums bildet der Song „Waves Of Euphoria“. Der atmosphärisch startende 8 minütige Song entwickelt sich in seinem verlauf zu einem der Highlights auf dem Album. Ich hätte mir mehr von solchen Songs auf dem Album gewünscht.

Für mich sind die fehlende Atmosphäre, die exzellente Ausstrahlung, welche die Band in der Vergangenheit hatte und der Gesang die Mankos dieses Albums. LEAVES EYES sind für mich leider durch den Weggang von Liv Kristine nicht mehr das was sie mal waren. Der Gesang klingt zu eintönig und auch das Songwriting klingt mir nicht ausgegoren genug. Schade, den LEAVES EYES zählten immer zu den Besten ihres Genres.  

Tracklist:

01. Sign Of The Dragonhead
02. Across The Sea
03. Like A Mountain
04. Jomsborg 
05. Völva
06. Riders On The Wind
07. Fairer Than The Sun 
08. Shadows In The Night
09. Rulers Of Wind And Waves
10. Fires In The North
11. Waves Of Euphoria

 

Line-up:

Elena Siirala – Vocals

Alexander Krull – Vocals, Keyboards, Orchestrierung

Pete Streit – Guitars

Thorsten Bauer – Guitars, Bass, Mandoline

Joris Nijenhuis – Drums

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