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Nicht nur ein SHAKRA-Album, sondern um DAS SHAKRA-Album!

Die Zeichen bei der Schweizer Band SHAKRA standen auf Sturm, denn ihr Sänger John Prakesh verließ die Band vor fast 2 Jahren. Was tun – aufhören? Nein man fand eine geniale Lösung und begrub den Streit mit Mark Fox und nun ist er wieder der „alte“ und „neue“ Sänger.  Auf ihrem neuen Album Kann man sich selbst von der Klasse überzeugen, denn für mich ist „High Noon“ eines der besten Alben, welches die Band je veröffentlicht hat. Zu einem solch starken Album, gehört natürlich auch ein Interview. Also Fragen formuliert und Gitarrist Thomas Muster beantwortete diese auch sehr ausführlich. Los geht´s.

 

Zuerst herzlichen Glückwunsch für das neue Album „High Noon“, es ist toll. War es für euch ein Vergnügen neue Songs zu schreiben oder war es harte Arbeit?

– Danke! Na, ein wenig von beidem! Songwriting bedeutet immer auch eine Menge Arbeit, aber einigen wir uns doch auf vergnügliche ArbeitJ Nun, wir haben sicher so zwischen 30 und 40 Songs gemacht fürs Album und das heißt dann eben schon, dass Du über längere Zeit wirklich ständig am Schreiben bist. Aber eben, klar macht‘s Spaß, besonders wenn‘s dann so rauskommt wie „High Noon“!

Ich verfolge ja SHAKRA jetzt auch schon seit Jahren und qualitätsmäßig seid ihr immer auf hohem Level gewesen. Ist dies ein wichtiger Punkt für euch die Fans und natürlich auch selbst zufrieden zu stellen?

– Oh ja, absolut! Ich höre immer mal wieder von anderen Leuten wenn sie ihr viertes Album raus bringen oder so: „Ich muss niemanden mehr etwas beweisen!“ Klar, sehe ich auch so, müssen nicht, aber wollen! Zuerst mal möchte ich mir selbst beweisen, dass ich’s womöglich beim neuen Album besser kann als beim letzten. Dann möchte ich die andern Jungs in der Band überzeugen, die Plattenfirma und natürlich die Fans. Nee, also den Ehrgeiz es immer besser zu machen den haben wir schon!

Für euch muss es ja sehr hart gewesen sein, dass John seinen Ausstieg bekannt gab. Was waren eure ersten Gedanken? Ihr habt aber nicht ans Aufhören gedacht, oder?

– Doch, ich zumindest schon. Ich dachte zu allererst schon „bitte nicht schon wieder“. Ich meine, der Wechsel von Fox zu John war ja damals, als John uns seinen bevorstehenden Abgang mitteilte gerade mal 4 Jahre her. Und wir wussten ja noch zu gut, wie schwierig es damals im 2009 war, einen neuen Sänger zu finden. Drum wollte ich eine Zeit lang wirklich die Gitarre an den berühmten Nagel hängen. Ich hatte einfach null Bock auf gar nichts mehr. Thom hingegen hat sich ziemlich schnell bereits an die Sängersuche gemacht. Ich wüsste noch nicht mal, wie weit er damit gekommen ist…

Shakra 2016

Wer hatte die Idee wieder zusammen mit Mark Fox zu arbeiten? Ich habe gelesen Chris von Rohr hat mit euch darüber gesprochen.

– Nun, das war schon meine Idee. Einen Sänger Nummer 4 in der Band war für mich nie eine Option, noch nicht mal, wenn da grad so ein paar Kandidaten verfügbar gewesen wären. Ich hätte das selber nicht mehr ernst nehmen können, den Leuten schon wieder einen neuen Frontmann zu präsentieren. So dachte ich mir eines Tages, sollte es denn einen Weg geben für mich mit SHAKRA weiter zu machen, dann nur mit Fox. Schließlich hatte er die Band mit den 4 Alben, die wir zusammen gemacht haben zwischen 2003 und 2009, maßgeblich mitgeprägt. Also hab ich Chris mal eine Mail geschrieben, dass wir eben wir mal wieder ohne Sänger dastehen… Ich hatte natürlich gehofft, dass er die Verbindung zu Mark herstellen kann, da die beiden seit Längerem schon gut befreundet sind. Ich selbst hatte zu Fox absolut keinen Kontakt mehr seit seinem Ausstieg 2009. Nun, Chris hat sich erst mal eine Zeit lang überhaupt nicht gemeldet. Bis am Ostermontag 2014, als er bei mir durch klingelte und meinte: „Hör mal, jetzt holt sofort den Fox wieder ins Boot!“. Nun, genau das wollte ich ja auch hören. Ein paar Tage später haben wir uns dann auch zu Dritt bei Chris zu Hause zur großen Aussprache getroffen.

Wie war das nach dem Begraben des Kriegsbeil, lief alles gut – so wie früher?

– Nein, wesentlich besser! Gerade Mark und ich sind früher immer mal wieder aneinander geraten. Manchmal wegen Kleinigkeiten, manchmal wegen den wichtigen Dingen. Nun, sowas ist ja auch ein Stück weit normal in einer Band. In unserem Fall war‘s aber eigentlich so, dass wir echt einander loshaben wollten. Wir dachten wohl, ohne den andern geht’s beiden besser. Inzwischen haben wir gemerkt, dass wir zusammen stärker sind, dass wir einander brauchen, um die beste Leistung abzuliefern. Wir begegnen uns heute auf Augenhöhe, mit dem notwendigen, gegenseitigen Respekt.

High Noon wird ja auch als Metapher für „Stunde der Entscheidung“ genommen. Traf dies auch auf euch zu?

– Natürlich! Drum haben wir den Titel ja auch gewählt fürs Album! So nach dem Motto, alles oder nichts, jetzt oder nie! Der Titel soll ja auch suggerieren, dass es hier um was Wichtiges, was Großes geht. Nicht einfach um ein weiteres SHAKRA-Album, sondern um DAS SHAKRA-Album!

Bei der Songauswahl hat Chris von Rohr euch ja auch zur Seite gestanden. War euch eine neutrale Meinung wichtig?

– Nicht einfach nur eine neutrale Meinung, sondern die Meinung von jemanden, der zu Hause massenhaft goldene Schallplatten rumhängen hat. Von irgendwo her müssen die Dinger ja kommen, irgendwas hat er offenbar richtig gemacht. Chris hat nun mal einfach ein goldenes Händchen bei gewissen Dingen, darum haben wir natürlich gerne auf seinen Rat gehört. Er hat uns aber auch oft einfach gepusht, noch bessere Songs zu schreiben. Der Titeltrack „High Noon“ z.B. ist so entstanden. Der hatte vorher mal einen anderen Refrain, den wir in der Band zwar auch schon gut fanden. Chris meinte nur, vergiss es, den kannst du nicht bringen. So hab ich mich halt hingesetzt und nach neuen Ideen gesucht. Bis er dann schlussendlich beim Song, so wie jetzt ist, auch meinte: „Ok, cool, well done Thomas!“ Na, das hatten wir doch vorher schon; auch Chris wollte ich natürlich beweisen, dass es immer noch ein bisschen besser geht.

Shakra 2016 2

Ich möchte noch mal auf das Songwriting zurückkommen, denn die Songs wurde ja vom Trio Thom Blunier, Thomas Muster und Mark Fox geschrieben. Wie war das Gefühl wieder zusammen Songs zu schreiben?

– Oh sehr angenehm! Null „bad vibes“ wie früher auch schon mal, alles sehr entspannt. „Hello“ hatten wir ja gleich als ersten Song geschrieben, damals kurz nach der großen Aussprache. Wir wollten einfach schnell mal merken, wie es sich denn anfühlen würde, wieder zusammen Musik zu machen. Und es war schlicht großartig. „Hello“ klang einfach genau so, wie ich das im Kopf hatte! Plus noch das entscheidende Quäntchen mehr. Wir fühlten einfach, dass wir in dieser Zusammensetzung am stärksten sind. „Hello“ war also gewissermaßen die Initialzündung für alles was danach kam. Und das Resultat davon heißt nun eben „High Noon“!

Ihr seid ja mit dem Album „Back On Track“ in die Schweizer Charts auf Platz 2 eingestiegen und mit dem letzten Album „Powerplay“ sogar auf Platz 1. Habt ihr schon irgendwelche Tendenzen diesbezüglich bei „High Noon“?

– Nee, das ist halt auch immer eine Glückssache sowas. Kommt schwer darauf an, wer sonst noch zum selben Zeitpunkt was veröffentlicht. Auch wenn die Charts längst nicht mehr die Bedeutung von früher haben: Eine Platzierung außerhalb der Top 10 wäre klar eine Enttäuschung. Und eine Nummer 1 zu haben ist definitv cool! Wir werden’s bald wissen…

Für mich zählt „High Noon“ zu den besten Alben die SHAKRA veröffentlicht haben. Wie seht ihr das?

– Genauso. Wir sind sogar der Meinung, „High Noon“ ist das allerbeste Album bisher. Klar, jeder Musiker sagt das immer, wenn eine neue Veröffentlichung ansteht. Darum kannst Du mich da wohl nicht allzu ernst nehmen. Aber Chris ist eben auch dieser Meinung. Und einem solch verdienstvollen Musiker wollen wir doch nicht widersprechen, nicht wahr?

Sehe ich auch so! Zum Song „High Noon“ habt ihr ja jetzt auch ein Video veröffentlicht was so richtig westernmäßig rüberkommt. Wer hatte die Idee zu dieser Handlung?

– Der Western-Style hat sich ja förmlich angeboten mit diesem Titel. Wobei die ganze Story ja im Cartoon-Style daherkommt. Mark hat die Sache zusammen mit unserem Video-Producer ausgearbeitet. Ich finde insbesondere die Verbindung von Comic und dem normalem Bild der Band-Performance sehr cool! Wir sind echt happy mit dem Clip!

Wie sieht für euch jetzt die nächste Zeit aus, habt ihr schon irgendetwas geplant wie Tour etc.?

– Erst mal spielen wir eine Menge Shows in der Schweiz, im April allerdings auch bereits die ersten paar in Deutschland. Wir werden bei Euch sicher auch noch eine  richtige Tour spielen, aber vermutlich erst im Herbst dann. Auch in Spanien und Frankreich stehen ein paar Sachen an. Zudem spielen wir ein paar richtig geile Festivals hier in der Schweiz unter anderem mit den SORPIONS und EUROPE. Ich hoffe sehr, in der Hinsicht ergibt sich auch in Germany noch so einiges. Wir können es kaum erwarten, die „High Noon“-Songs endlich auf die Bühne zu bringen!

Habt ihr euren Fans noch irgendetwas zu sagen? Irgendeine Message an eure Fans?

– Klar! Wir möchten uns natürlich bei allen bedanken, die seit Jahren schon unsere Alben kaufen und zu unseren Shows kommen! Ich hoffe doch sehr, viele von Euch auch in diesem Jahr wieder zu sehen!

Dann wünsche ich euch alles Gute für die nächste Zeit und viel Erfolg. Ich hoffe euch auch irgendwann mal live zu sehen.

– Das wäre toll und vielen Dank!

 

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