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PYOGENESIS – A Kingdom To Disappear

Veröffentlichung: 24.02.2017

Label:  AFM Records

Stil:  Melodic Deathmetal, Rock, Metal

Webpage:   http://www.pyogenesis.com

Facebook:  https://www.facebook.com/pyogenesis

 

So ganz passen PYOGENESIS nicht in das Klischee einer reinen Metal-Karriere, denn sie sprachen sich immer von allen Konventionen frei. Das spricht normalerweise nicht für eine große Karriere, aber sie zählen wirklich zu einer der spannendsten und innovativsten Bands aus Deutschland. Hier eine kleine Erklärung dafür. Starteten sie 1991 noch mit ruppigem Deathmetal, so klangen sie ein Jahr später schon sehr gothiclastig. Die Reise ging aber drei Jahre später noch weiter, als sie auch noch tolle Harmonien in ihre Songs mit einbauten. Im Jahre 2002 und 6 Alben später zogen sie sich aber zurück.

Man musste wirklich 13 Jahre warten bis PYOGENESIS mit dem Album „A Century In The Curse Of Time“ wieder aus der Versenkung kamen. Zum Glück mussten wir keine 13 Jahre warten, denn schon knapp 2 Jahre später kommt nun ihr neuer Longplayer „A Kingdom To Disappear“. Dieses neue Album ist der zweite Teil der Trilogie ich kann schon vorweg nehmen, dass PYOGENESIS wieder obenauf sind. Das Album startet, nach dem Intro „Sleep Is Good“ mit dem brachialen Song „Every Man For Himself And God Against All“. Mit diesem Song kehrt die Band definitiv zu ihren Wurzeln zurück. Trotz allem haben sie auch in diesem Song verstärkt sehr melodische Parts eingebaut und etwas anderes hätte ich von der Band auch nicht erwartet. So sieht es auch bei, nächsten Stück „I Have Seen My Soul“ aus. Der nachfolgende Titeltrack „It’s Too Late (A Kingdom To Disappear)“ klingt sehr positiv und mit seiner Melodik nicht zu übertreffen. Ein sehr gutes Beispiel dafür, dass man PYOGENISIS nicht in irgendeine Schublade stecken kann, denn der Song ist Rock pur.
Noch mehr wird der Fuß bei „New Helvetia“ vom Gas genommen. Der akustische Song überrascht auf ganzer Linie und geht unter die Haut. Was für eine tolle Stimme Flo V. Schwarz doch hat. Das gleiche trifft auch auf den nachfolgenden Song „That’s When Everybody Gets Hurt“ zu. Mit etwas mehr Tempo versehen geht auch dieser Song voll zu Herz. Das nenne ich Innovation, denn der rockige und stimmungsgeladene Song wurde mit tollen Chören verfeinert und ist wirklich ein Highlight. Mit einem alternativen Metalsong geht es dann weiter. „We (1848)“ überzeugt vor allem durch seinen leicht punkigen und rockigen Elementen. Bei „Blaze, My Northern Flame“ bekommen wir wieder das volle Melodic Deathmetal-Brett präsentiert, aber auch dieser Song hat zwischendurch sehr melodiöse Passagen mit cleanem Gesang. Toller Spannungsaufbau!. Den Abschluss des Albums bildet der 13 minütige Song „Everlasting Pain“, der mit schwermütigen Passagen versetzt wurde. Toller Song, der keine Sekunde lang langweilig wird und man denkt am Ende des Songs: „Jetzt muss ich das Album noch mal starten!“

Ich bin begeistert das ein Band solchen Mut beweist und über den Tellerrand hinausschaut und keine Angst vor Genreübertretungen hat. Das die Band Spaß an den Songs hat kann man ihnen voll und ganz anhören. Zu einer solchen Veröffentlichung muss man einfach nur zugreifen, aber Vorsicht PYOGENESIS sind nicht mehr nur Deathmetal oder Melodic Deathmetal. Sie zeigen uns auf diesem Album was sie alles so drauf haben und deswegen – Daumen ganz nach oben!

Tracklist:

01. Sleep Is Good (Intro)
02. Every Man For Himself And God Against All
03. I Have Seen My Soul
04. It’s Too Late (A Kingdom To Disappear)
05. New Helvetia
06. That’s When Everybody Gets Hurt
07. We (1848)
08. Blaze, My Northern Flame
09. Everlasting Pain

 

Line-up:

Flo V. Schwarz – Guitar & Vocals

Gizz Butt – Guitar & Backing Vocals

Malte Brauer – Bass & Backing Vocals

Jan Räthje – Drums

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