News Ticker

THE GRIM – Sanctified

Veröffentlichung: 13.11.2015

Stil: Dark Moviesoundtrack

Label: Dead End Exit Records

Website: http://thegrimofficial.com

Facebook: https://www.facebook.com/thegrimofficial

 

In der heutigen Zeit hat man an verschiedenen Musikgenres schon fast alles abgekaspert. Von Symphonic Doom Pop über Emotional Dreamcore bis hin zu einfach Hardrock mit Blueselementen. Alles ist möglich, alles kann mit allem kombiniert werden. Bei manchem kann man nur den Kopf schütteln, manches lässt einen einfach nur sprachlos zurück. So auch bei THE GRIM. Als Genre ist zwar

„Industrial Metal“ angegeben, was ja erst mal keine große Sache ist, beim Durchhören des Erstlingswerks „Sanctified“ wird einem aber schnell klar, dass wir es hier mit einem weitaus interessanteren Projekt zu tun haben, als nur schnödem industriellem Metall.

Kurz zur Geschichte der Band, die sich aus Mastermind Carl Lofvenhamn in erster Linie zusammensetzt. Komponist für Fantasy- und Märchenfilme. Themenschreiber für TV-Shows und Werbung. Erschaffer großartiger Intros für diverse Metalbands. Doch das reichte dem Schweden nicht und so schaffte er seine eigene düstere Version von klassischem Dunkelscore. Seit 2013 war das erste Album schon so gut

wie fertig, doch das gewisse Extra fehlte noch. Und da kommt die andere Hälfte von THE GRIM ins Spiel: Diva Maria Storck. Ihre Stimme gab den zehn Songs den letzten Schliff und vereint mit ihrer atemberaubenden Stimme alle einzelnen Elemente von Klassik über Gothic bis hin zu einem verzückenden Filmsoundtrack.

Und genau so klingt „Sanctified“ auch! Der Opener „Down The Drain“ kommt zwar noch sehr elektronisch und ein wenig trashig rüber, aber selbst hier überzeugen schon die filmischen Elemente, die immer wieder im Hintergrund auftauchen, um dann den Industrial Keys wieder den Fokus zu überlassen. Lofvenhamn gibt sich hier und auch im weiteren Verlauf des Albums immer wieder die Ehre und man muss doch zugeben, dass diese dunkle Gänsehaut-Stimme nicht zu verachten ist. Doch direkt der folgende „Autumn Lovers“ ist so wunderschön arrangiert, dieses Mal versetzt mit den Female Voices von Miss Storck. Man weiß hier noch nicht genau, wo man diesen Song einordnen soll. Die geisterhaften Operngesänge der Frontfrau klirren durch den Gehörgang, während vorne das elektronische Schlagzeug wummert, um dann einfach so im tänzelnden Piano zu verschwinden. Eine Überraschung jagt die nächste, und das gilt für das komplette Album. Während es auch mal ordentlich

wummert bei Songs wie „Purgatorial March“ oder „Sin“ wird auch wieder komplett heruntergefahren bei „Like A Vampire“ oder dem großartigen „The End“. Vor allem Letzterer ist ein pompös arrangierter Soundtrack für einen abgefahren produzierten Fantasy-Film. Jedenfalls vom Gefühl her. Doch auch die poppige Seele wird gestreichelt mit klangvollen Songs wie „The Sanctuary“ oder „In My Dreams“. Wobei eine Schiene fahren für das Duo nicht in Frage kommt, jeder einzelne Song zeigt so viele Facetten, dass man beim ersten Hören das Gefühl hat ganz viel zu verpassen. Deswegen lohnt es sich absolut nach den knapp 50 Minuten noch einmal von vorne zu starten und sich wieder durch die Höhen und Tiefen von THE GRIM zu graben.

Absolut geniales Ding! Für Düsterliebhaber und auch Gamer ist „Sanctified“ ein absoluter Leckerbissen und sollte in keiner Sammlung großartiger Meisterwerke fehlen! Ich bin total begeistert und werd dieses Album mit ins Auto nehmen um immer wieder zu träumen und abzudriften in die schwarze Welt des Carl Lofvenhamn.

Anspieltipps:

Down The Drain, Like A Vampire, The End

Tracklist:

01.Down the Drain

02. Autumn Lovers

03. Purgatorial March

04. Sin

05. Saffire

06. Black Requiem

07. Like a Vampire

08. The Sanctuary

09. In My Dreams

10. End Game

Line-up:

Composer/Singer – Carl Lofvenhamn

Diva/Singer – Maria Storck

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*