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PSYCHOPUNCH – Sweet Baby Octane

Veröffentlichung: 20.11.2015
Label: Steamhammer (SPV)
Stil:  Punk, Rock

Webpage: http://www.psychopunch.com

Facebook:  https://www.facebook.com/Psychopunch

 

PSYCHOPUNCH – eine Punkrockband die nach zehn Alben, einigen EPs, Singles und Videos immer noch Wege findet sich ständig weiterzuentwickeln und doch auf ihren Kern fokussiert zu bleiben scheint. Wer klassischen Punkrock gut findet, wird das nunmehr 11 Album der Schweden mögen. Nie zuvor waren sie farbenfroher und vielseitiger – und das obwohl die Combo direkt nach dem  Vorgängeralbum „Smakk Valley“ umbesetzt werden musste. Die Neuzugänge, Bassist Patrik ‚Walle‘ Wallert (ex Death City Rockers) und Gitarrist Magnus Henriksson (Eclipse und W.E.T.), passen  perfekt ins Bandgefüge. Die neue Energie, die die beiden mit in die Formation brachten, veränderte auch die Arbeitsweise. Das Ergebnis liegt nun in Form des neuen Albums „Sweet Baby Octane“ vor.

Das „Intro“ des Albums stimmt mit seinen sanft vorgetragenen Worten auf das nachfolgende ein. Schon beim ersten Track geht es direkt mit voller Drehzahl los. „I’ve Been Around“ lässt keinen Zweifel daran, dass es hier um gradlinigen Punkrock geht, der aus tiefsten Herzen kommt. Es bleibt kaum Zeit zum verschnaufen, geht es auch gleich mit „On A Night Like This (Hell Yeah)“ schwungvoll weiter und die Aussage „Hell Yeah“ trifft hier wirklich den Nagel auf den Kopf. „Forever And A Day“ nimmt das Tempo dann ein wenig raus. Wie in den ersten Stücken steht hier der Gesang mehr im Fokus und der männliche und weibliche Counterpart vertragen sich hier sehr gut. „Turn Up The Radio“ findet den Weg ins Gehör durch sein klassisches Rockgewand mit unverkennbarem Punkeinschlag. Sehr eingängig und melancholisch folgt „When You’re Out Of Town“. Die Melodie und der Gesang lassen hier nur einen Schluss zu: jemand vermisst seine Freundin, die gerade nicht in der Stadt ist.

„Drinking Alone“ greift den erzählerischen Faden auf und spinnt diesen weiter. Der Protagonist sitzt nun an einer Bar, trinkt einen und fragt sich wo seine Geliebte jetzt wohl ist. In „So High“ kochen die Emotionen weiter hoch, er realisiert wie sehr er sie vermisst und man hört zwischen den Zeilen förmlich wie er darum bettelt, das sie zurückkommt. „Masquerade“ ist geradeheraus und direkt ins Gesicht, ein perfektes Stück um zu pogen und seinen Spaß zu haben. Hart und schnell geht es weiter: „What Did I Say“ lautet der Titel des nächsten Tracks und dieser ist Programm. Eine Hymne zum mitgrölen, wie es sich für ordentlichen Punkrock gehört. Einen kleinen Kontrast stellt „Time Is On Our Side“ dar, ein Song, der meiner Meinung nach passend für eine lange Autofahrt geschrieben wurde. „Punkrocker“ liefert exakt das, was man mit dem Titel  auch verbindet. Der „CD-Only“-Bonustrack „The New Alive“ geht hart und kompromisslos zur Sache. Hier ist keine Zeit zum  Nachdenken oder Luftholen, so muss Musik sein, rau und pur! Zu einem Finale gehört auch ein würdiger Abschied und den gibt es mit „Showtime’s Over“. Sehr melodisch bringt diese Nummer  einen wieder runter vom Trip und sorgt dafür, dass sich der Herzschlag wieder normalisiert. Ein wirklich gelungener Abschluss des Albums, wenn auch noch nicht das Ende. Dafür gibt es noch das finale „Outro“ in welchem sich die gleiche dunkle Stimme wie im Intro dafür bedankt, das man das Werk gehört hat.

Fazit: Ein gut hörbares Punkrock-Album, das ohne Witz und nebenbei ein solides Stück Musik aus Könnerhand ist. Auch die Stimmen von Tossa (Sängerin bei Puffball) und Clare von Stitch als Gäste passen hervorragend ins Gesamtbild der Platte. Für diejenigen, die Punkrock oder Rockabilly der härteren Gangart mögen, eine gute Erweiterung ihrer Sammlung.

Tracklist:
01. Intro
02. I’ve Been Around
03. On A Night Like This (Hell Yeah)
04. Forever And A Day
05. Turn Up The Radio
06. When You’re Out Of Town
07. Drinking Alone
08. So High
09. Masquerade

10. What Did I Say
11. Time Is On Our Side
12. Punkrocker
13. The New Alive (Cd Only Bonus)
14. Showtime’s Over
15. Outro

Band:

JM – Lead vocals and guitar
Jocke – Drums and percussion.
Walle – Bass and backing vocals.
Magnus Henriksson – Lead guitar

Review by: Helga Weigand

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