NIGHTWISH
Mit ihrem letzten Album ´Oceanborn´ wirbelte die finnische Band NIGHTWISH in Europa sehr viel Staub auf. Die im Jahre 1996 von Mastermind Tuomas als rein akustisches Projekt gegründete Band errang in den kommenden Jahren immer mehr an Bedeutung im heimischen Finnland. Man konnte im Laufe der Jahre auf immer mehr Preise in Finnland zurückblicken. Das war vor allem ein kleiner Verdienst von Sängerin Tarja, die mit ihrer klassisch ausgebildeten Stimme den wuchtigen Metalkompositionen von Tuomas Paroli bieten konnte. Dieser Sound kam auch bei uns in Deutschland an, denn die Verkaufszahlen von ´Oceanborn´ bewiesen dies eindeutig. Auf ihrem neuen Album ´Wishmaster´ geht alles ein wenig kompakter und straighter zu, was aber im Gegensatz zu Tarjas Stimme wunderbar zusammen passt. Tuomas gab mir auf ein paar Fragen, am Telefon dann noch andere Informationen, die ihr nun nachlesen könnt.
Wie schon erwähnt kommen mir die Songs wesentlich straighter vor als das Material auf ´Oceanborn´.
– Das ist richtig. Sie sind wesentlich direkter ausgefallen und zu Tarjas Stimme war dies der einzig richtige Weg um unsere Musik fortzuführen. Dies hat uns die Vergangenheit gezeigt, denn unser Material sollte einen Einheit sein. Darauf legen wir sehr viel Wert.
Mit ´Wishmaster´ habt ihr es sogar geschafft in Finnland auf Platz 1 der Charts zu gelangen.
– Das war schon lustig, denn wir lagen noch vor Britney Spears und die ist ja wohl doch bei den Kids mehr als angesagt.
Für mich ist es ein Phänomen, wie stark sich doch die Metal-Fans auf dieses Material ansprechen. Kannst du dir erklären warum das so ist?
– Das ist eine schwierige Frage. Aber ich könnte es mir vielleicht so erklären, dass die Fans sich irgendetwas Neues wünschen, oder besser gesagt ist ihnen der Gleichklang, den manche Bands an den Tag legen einfach zu langweilig. Das ist aber nicht nur im Metal im Moment zu beobachten, sondern auch in allen anderen Richtungen. Die Leute wollen einfach Veränderungen.
Findest du eigentlich dass die klassische Musik eine gute Richtung ist, sie mit dem Metal zu kombinieren?
– Das finde ich schon, denn wenn man sich manche Songs anhört, bemerkt man das solche auch im Grunde schon klassische Elemente beinhalten. Der Metal ist für mich prädestiniert dafür, um ihn mit Klassik noch zu verfeinern. Wir haben dies natürlich für uns genutzt und dieses auch noch verstärkt durch Tarjas Vocals.
Gehen wir noch einmal zurück zum letzten Jahr. NIGHTWISH sind ja bekannt für ihre Experimente. So wurde kurz vor der Sonnenfinsternis der Song ´Sleeping Sun´ eingespielt. Wer hatte eigentlich die Idee für diesen ´Soundtrack´?
– Die Idee stammt im Grunde von der Plattenfirma. Sie sprachen mit uns über einen Song zur Sonnenfinsternis und wir fanden diese Idee ziemlich gut. So kam es denn dazu, das wir ´Sleeping Sun´ komponierten. Dieses Stück ist sehr balladesk gehalten und wir haben ihn in nur einem Tag aufgenommen. Für uns war das schon eine aufregende Sache.
Der Song war ja auch sehr erfolgreich, denn ebenso wie ´The Carpenter´, ´Sacrement Of Wilderness´ und ´Walking In The Air´ wurde er in Finnland vergoldet.
– Richtig und in Deutschland befand er sich sogar in den Top 100-Single-Charts. Das war ein tolles Erlebnis für uns, denn damit hätten wir nicht gerechnet.
Andere auch nicht, denn wann knackt schon eine Metalband die Top 100-Single-Charts. Das kommt schon selten genug vor. Jetzt aber zu einem anderen Thema. Bei der letzten Tour ergab sich ein Problem für Tarja. Durch die vielen Auftritte in kurzer Zeit, hatte sie einige Probleme mit der Stimme.
– Das kommt vor allem davon, dass zwischen den Konzerten zu wenige Day Off-Tage liegen. Am schlimmsten war es in Spanien, wo wir sogar ein Konzert in Barcelona haben ausfallen lassen. Tarja hatte an diesem Tag überhaupt keine Stimme mehr gehabt. Durch die Hilfe von Ärzten war sie dann doch noch in der Lage die Tour zu Ende zu bringen. Für Tarja ist es sehr schwierig ihre Stimme so oft und so lange in den verräucherten Konzerthallen einzusetzen, denn sie sind eben auf einem ganz anderen Level, wie eben ein reiner Metalsänger macht. Wir werden auf der kommenden Tour verstärkt darauf Rücksicht nehmen und mehr Ruhetage einlegen. Diese Tour war sehr lehrreich für uns.
Tarja ist ja auch anderen Experimenten sehr aufgeschlossen. So hat sie auch zusammen mit Kärtsy von Waltari in einem klassischen Projekt mitgewirkt. Liebt sie diese Herausforderungen?
– Dies war eine ganz schwerwiegende Erfahrung für Tarja gewesen, denn dieses klassische Projekt wurde mit Death Metal untermalt und das hatte sie noch nie gemacht. Aber sie hatte ihren Spass dabei und sie liebt es eben, immer etwas anderes zu machen. Tarja ist sehr experimentierfreudig.
Ihr habt ja jetzt wirklich ununterbrochen auf Festivals gespielt. Wie waren denn die Reaktionen vom Publikum gewesen?
– Die Reaktionen waren durchweg sehr positiv. Vor allem in Finnland, wo wir in der Zwischenzeit auf eine große Anzahl an Fans blicken können. Es ist immer gewaltig, wie die Fans auf das Material abfahren und genau das animiert uns wieder aufs Neue. In Finnland war es so gewesen, dass fast alle Konzerte ausverkauft waren und genau das Gefühl ist phantastisch oder besser gesagt nicht beschreibbar.
Ja und genau dieses werden wir auf der kommenden Tour im Oktober auch in Europa und vor allem in Deutschland erleben, denn dann werden uns NIGHTWISH wieder mit ihrem magisch wirkenden Sound verzaubern. Wir freuen uns alle auf diese Highlights in der Musik. Wenn ihr so lange nicht warten könnt, dann besucht sie doch einfach auf ihrer Homepage unter
Story: Gisela
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