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ROB ROCK

1986 begann ROB ROCK als Sänger des legendären M.A.R.S. „Project: Driver“ seine Karriere. Daraufhin war er auf allen Impellitteri Alben als Sänger zu hören und absolvierte mit dieser Band auch drei Welttourneen. Außerdem sang ROB  ROCK Alben für Axel Rudi Pell, Joshua, Angelica ein. Jetzt hat er mit dem Album „Rage Of Creation“ sein erstes Solowerk veröffentlicht. Am Line up beteiligt waren: ROB ROCK (vocals), Roy Z (guitars, bass, keyboards), Reynold Butch Carlson (drums), Gregory Analla (backing vocals), Ray Burke (bass) und Jake E. Lee (guitars). Mit Rob konnte ich über sein neues Album ein wenig plaudern.

 

Roy Z hat „Rage Of Creation“ produziert?

– Ja, er ist ein sehr guter Metal Produzent. „Rage Of Creation“ wurde in Los Angeles produziert. Ich habe in der Vergangenheit, seit 1989, sehr viel mit Roy Z zusammen gearbeitet. Zwei Jahre habe ich mit ihm in einer Band gespielt. In dieser Zeit sind wir gute Freunde geworden. Ich glaube, dass wir mehr als 30 Songs zusammen geschrieben haben. Und als ich die Idee zu meinem Soloalbum hatte, da habe ich meinen alten Freund Roy  gebeten dieses Album mit mir gemeinsam zu machen, also die Musik und die Lyrik zusammen zu schreiben. Und es natürlich auch miteinander zu produzieren.

Wie lange hat die Produktion von „Rage Of Creation“ gedauert?

– Der Schreibprozess ist eigentlich ein kontinuierlicher Prozess. Eingespielt haben wir das Album in ca. acht Wochen. Die Performances der Songs liefen recht gut, und kosteten nicht viel Zeit. Wir haben in der Vergangenheit manchmal an einer Song Performance einige Tage gesessen bis sie perfekt war.

Ist „Rage Of Creation“ ein Projekt?

– Es ist mein Soloalbum. Die Zeit war einfach reif endlich ein eigenes Album zu produzieren. Dabei habe ich den Focus vor allen auf mich, als Sänger und Songwriter, gesetzt – als auf die Bandsituation. Ich habe mehr Wert auf gute Songs gelegt, als auf eine feste Band.

Bei deinem Album hast du Gastmusiker eingesetzt?

– Ja, Jake E. Lee spielt in zwei Songs Solos, Ray Burke ist als Bassist zu hören, Greg Analla singt Backing vocals. Der Wichtigste war sicher Roy , der unter anderem mit der Gitarre und den Keyboards mit von der Partie war und Reynold Butch Carlson saß am Schlagzeug.

Das Cover von „Rage Of Creation“ ist sehr interessant gestaltet – Blitze aus dem Dunkel. Was inspirierte dich dazu?

– Dieses Cover ist nur für Europa. Europa ist ein Gebiet mit vielen, heftigen Unwettern. Und so entschied ich, dass dieses Merkmal auf das Cover kommen sollte. Und als das Cover fertig war, fand ich es großartig: diese Farben, ich mag die Stürme. Das Cover drückt viel Power aus … ein kontrollierter Hurrikan.

Du magst Hurrikans?

– Ja, sehr. Es ist das Gefühl, das du bei einem Hurrikan bekommst. Wenn der Hurrikan so groß und du im Vergleich dazu so klein bist. Hurrikan, Stürme etc.. Da ist eine so unglaubliche Power in der Luft. Und deshalb habe ich es als Bildthema für „Rage Of Creation“ ausgesucht. Es passt gut zu meinem Album.

In Amerika fahren einige Leute zu den Hurrikangebieten, um sie Live zu erleben! Ist das auch ein Traum von dir?

– (lacht) Ja, es gibt Menschen die leben dafür, und reisen jedem Sturm hinterher um Bilder zu machen. Das einmal live zu erleben ist tatsächlich ein großer Traum von mir. Du kannst es zwar auch im Fernsehen sehen, aber live … das ist etwas ganz anderes. Es ist allerdings nicht ungefährlich dabei zu sein.

Was hat dich inspiriert dein Album „Rage Of Creation“ zu nennen?

– Es sollte in einer bestimmten Form meinen Namen beinhalten, die Buchstaben: R – C – K. So kam ich auf den Namen „Rage Of Creation“, aber es fehlte eigentlich der Buchstabe K. Ich mag die Power die in diesem Namen steckt, den Sound dieser Worte. Und so entschied ich für mich, ihn zu behalten. Leider fiel mir keine Lösung für den Buchstaben K ein.

Wie empfandest du die Arbeit an deinem Album?

– Wir hatten eine Menge Spaß miteinander und viel Freude und sind mit dem Resultat mehr als zufrieden. Ich stand für mich gesehen unter einem enormen Druck. Es war mein erstes Soloalbum für das ich voll verantwortlich war. Da half es auch nicht, dass ich viele Alben mit anderen Bands gemacht habe. – Das war meine beste Arbeit und … (lacht) ich freue mich über jedes verkaufte Album.

Was inspirierte dich dazu, gerade dieses Album zu produzieren?

– Ich denke, es war genau der richtige Zeitpunkt für mich. Vor vier Jahren habe ich schon die Idee zu einem Soloalbum gehabt und es dauerte dann vier Jahre um die Idee in die Tat umzusetzen. In der Zwischenzeit sind weitere Impellitteri Alben entstanden und nach der letzten Scheibe „Chrunch“ war ich endlich soweit mit der Musik und dem Songwriting zu beginnen.

„Rage Of Creation“ ist sowohl von den Riffs als auch in den meisten Fällen vom Gesang her recht aggressiv, obwohl die Melodielinie niemals verloren geht. Ist das dein Gefühl?

– Ja, ich lasse gerne sehr harte und melodische Songs entstehen. Für mich ist die Melodielinie in der Lyrik sehr wichtig. Das gibt mir ein unbeschreibliches Gefühl. (lacht) … ich kann die Songs dann in der Dusche für mich allein singen … ich kann dann feststellen, ob die Stücke eine gute Melodie haben.

Wie wichtig ist für dich das Zusammenspiel zwischen der Musik, der Lyrik und der Stimme?

– Es ist sehr wichtig für mich, weil die Musik und die Lyrik eins sind. Wenn ich die Musik schreibe, dann mache ich mir im Vorfeld schon Gedanken, wie die Texte aussehen könnten oder umgekehrt. Welches Gefühle will ich ausdrücken, wie sollen die gesungenen Parts aussehen und wie soll zum Beispiel die Energie des geschriebenen Parts sein, damit ein guter Song entsteht.

Viele deiner Songs sind sehr temporeich. Warum?

– In der Tat, viele meiner Songs sind von der Musik und den Texten her voller Energie. Ich will mich gut fühlen – ich will Energie fühlen. Den völligen Gegensatz, wie zum Beispiel düstere, traurige und depressive Musik ist nicht so mein Ding, die mag ich nicht so sehr.

Auf deinem Album ist auch ein alter Song von Abba – Eagle. Warum hast du ihn verrockt?

– Ja, ich war mir anfangs nicht ganz sicher diesen Song zu bearbeiten. Als wir an „Rage Of Creation“ arbeiteten, hörten wir uns diesen Song live an und fanden ihn wirklich gut. Wir haben versucht ihn in alter Black Sabbath Manier umzusetzen und ich fing an den Song „Eagle“ zu mögen. „Eagle“ wird dadurch in eine völlig neue Musik-Ära entführt. Aber ich mochte „Eagle“ auch schon vorher, sonst hätte ich mich nicht an ihm versucht.

Welche Songs würden dich außerdem dazu inspirieren, sie in Metal Art umzusetzen?

– Ich denke, die Musik der Eagles. Sie haben phantastisch, melodische Songs geschrieben. Es ist sicher spannend einen Eagles-Song im heavy Metal Sound einzuspielen.

Wann ist deine kreativste Zeit um an Songs zu arbeiten?

– (lacht) Für gewöhnlich in der Nacht, wenn ich im Bett liege. Dann kann mein Gehirn sehr ergiebig arbeiten. Kommt besonders den Texten und Titeln zugute. Oder sehr früh am Morgen kann die Arbeit an der Lyrik äußerst produktiv sein. Allerdings nur, wenn ich direkt daran arbeite, bevor ich etwas mache wie zum Beispiel: telefonieren etc. Wenn ich am Tag zu beschäftigt war, dann ist Songwriting eine Qual für mich.

Neben den vielen Verpflichtungen im musikalischen Bereich will ROB ROCK sich in der nächsten Zeit verstärkt um neue Songs für ein weiteres Album kümmern. Mich würde es freuen.

Gabi Peiter

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