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WELLE: ERDBALL – 1000 Engel

Veröffentlichung: 18.03.2016

Label: Oblivion (SPV)

Stil:  Minimal Electro

Webpage: http://www.welle-erdball.info

Facebook:  https://www.facebook.com/WelleErdball

 

Vor vielen vielen Monden trafen sich die beiden Elektronik-Musiker Alf Behnsen „A.L.F“ und Hannes Malecki „Honey“ aus Stadthagen und gründeten 1990 das Projekt HONIGMOND, was später in FEINDSENDER 64.3 umbenannt wurde. Zu guter Letzt erfolgte 1993 die endgültige Umbenennung in WELLE: ERDBALL nach dem gleichnamigen Hörspiel aus dem Jahr 1928. Die Band, die sich anhand ihres Looks und ihres Auftretens sehr an die Ästhetik der 50iger Jahre anlehnt, sieht sich selber als eine Art Radiosender.

Ende des Jahres 1993 wurde das erste Album von WELLE: ERDBALL, namens „Frontalaufprall“ veröffentlicht, nachdem sich die ersten Anfragen bei Plattenlabels als sehr schwierig gestalteten. Der Vertrag bei dem Label Synthetic Symphony war dem Erfolg des Liedes „Nyntändo-Schock“ gezollt. 2 Jahre später folgte das zweite Album „Alles ist möglich“. Es brauchte weitere 5 Jahre bis das 3. Album folgte und die und die Band ihren momentanen musikalischen Stil mit starker Prägung durch Nutzung des Commodore C-64 Chips fand.

Im Jahre 2016 blickt WELLE: ERDBALL nun auf 23 Jahre Bandgeschichte zurück mit unzähligen Alben, darunter auch 2013 ein Best-of-Album, einigen Line-up Wechseln und legendären Live-Auftritten. Der Stil der Band ist eine Mischung aus Elementen der Wave-Bewegung der 80iger Jahre und der Neuen Deutschen Welle, wobei hier unterschiedliche, elektronische Hilfsmittel eingesetzt werden. So verwendet WELLE: ERDBALL das berührungslose Theremin. Bei den Lyrics ist die Band nicht gerade zimperlich und prangert die Gesellschaft, den Konsum und die Macht mit ihren provokanten und ironischen Texten an.

Auch mit dem Album „1000 Engel“ ist die Band ihrem Stil treu geblieben. Der Opener „1000 Engel“ gibt es in 3 Varianten, davon 2 Remixe. Das Lied beginnt mit langsamen sphärischen Synthieklängen und wird vom weiblichen Gesang getragen. Durch die Lyrics, mit gehobeneren Sprache, erinnert das Stück jedoch ein bisschen an ein Computerspiel. „Re-Animierung“ besticht durch einen knackigen Beat und Gesang, der unterstrichen wird mit einer musikalischen Mischung aus Electro-Elementen und C64 Commodore Klängen. „Zeitverbot“ erinnert mich ein wenig an die 90iger Jahre Dancefloor-Ära. Der Song hat einen rechttanzbaren Beat, der schnell ins Blut und Ohr geht. „Ein Teil von mir“ hätte man auch gut bei der Butterfahrt des Kegelklubs Rollator Kings and Queens spielen können, denn der Song ist einschläfernd. Der Heimorgelmann lässt grüßen.

Mit „Liebe , Sex und Zärtlichkeit“ thematisiert WELLE: ERDBALL das Zwischenmenschliche in der heutigen sehr computerlastigen Welt. Der Groove ist gut und Honeys Gesang geht gut ins Ohr. Auch im Song „Nerdfaktor 42“ geht es wieder um die Computerwelt. Der Beat ist schnell, der Gesang eingängig und leicht monoton. „Grüße von Orion“ ist für mich eine Gameboy-Hymne.

Dem Hörer erwartet ein bunter Reigen elektronischer Perlen, deren Klanggebilde sich schnell ins Gehör und ins Rückenmark fressen, um dort zu einen Ohrwurm bzw. einen ausgewachsenen Fußwippen zu mutieren. Für Elektro-Fans ein Genuss.

Anspieltipps:

1000 Engel, Zeitverbot, Liebe, Sex und Zärtlichkeit

 

Tracklist:
01. 1000 Engel
02. Re-Animierung
03. Zeitverbot
04. Ein Teil von mir (Yamaha PSS-401)
05. Liebe, Sex & Zärtlichkeit
06. Die neue Welt
07. Nerdfaktor 42 (C=64)
08. 1000 Engel (Rotkäppchen)
09. Grüße von der Orion (Melted Moon-Gameboy-Remix)
10. 1000 Engel (Massiv In Mensch-Remix)

 

Band:

Honey- Klänge, Texte, Sprache

ALF- Planung, Konzipierung, Programmierung

Fräulein Venus- Stimme, Weiblichkeit

Lady Lila- Stimme, Weiblichkeit

1 Kommentar zu WELLE: ERDBALL – 1000 Engel

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