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CROSSPLANE – Die Musik kommt aus dem Bauch heraus!

Das Motto der Essener Band CROSSPLANE lautet: „Wir sind CROSSPLANE und wir spielen Rock ‘n‘ Roll!“. Das dies zutrifft konnte ich schon beim Review des Albums „Backyard Frenzy“ eindeutig feststellen. Um ein wenig mehr erfahren kam dann dieses Interview mit Frontmann Marcel „Celli“ Mönnig zustande. Trotz der Entfernung die zwischen uns lag (ich auf Gran Canaria und Celli in Essen) hat es dann doch sehr gut geklappt. Also starten wir doch gleich.

– Hi Gisela. Erst einmal Danke für das Interview. Von den Kanaren! Sehr schön. Dann hast du bestimmt besseres Wetter als wir hier.

 

Ich denke auch dir das du dir Zeit genommen hast. Euer Album „Backyard Frenzy“ strotzt ja nur so vor Kraft. Habt ihr alle den selben Musikgeschmack?

– Jeder hat natürlich für sich auch Bands, die der ein oder andere nicht hört, aber dennoch trifft sich oftmals alles in der Mitte. Aber verschiedene Einflüsse fließen natürlich mit ein. Das ist auch gut so.

 

Im Info werdet ihr als Rock´n Roller, oder wie es so schön benannt wird, als Höllenhunde. Wo würdet ihr euch selber einordnen.

– Genau das würde ich sagen. Die Musik kommt aus dem Bauch heraus. Wir müssen nicht lange überlegen worüber wir schreiben. Es ist einfach da und wir müssen es nur aufsammeln. Das ist unser Leben und wir sind authentisch. Das finde ich sehr wichtig. Es gibt viele Möchtegern Rock n Roller, die sich diese Attitüde auf die Fahne geschrieben haben, die aber dennoch für ihre Texte tief in die Phantasiekiste greifen müssen, weil sie einfach nichts erleben, oder Zuhause wohnen, den Arsch gepudert bekommen und dann über die Straße schreiben wollen. Sich dann noch für den größten Rock Deal aller Zeiten halten. Das finde ich sehr fraglich. Spaß kann man natürlich dabei haben. Das will ich diesen Bands nicht absprechen, aber ich möchte mir am Ende des Tages in die Augen schauen können und nicht das Gefühl haben, ich hätte mich selbst verarscht.

 

Ein amtlicher Einstand machten CROSSPLANE mit ihrem Debut „Class Of The Hellhound High“, doch die Ruhrpott-Rocker legten mit „Masturboned“ 2015 ihr ultimatives Rock ‘n‘ Roll Manifest vor. War es schwer an neuen Songs zu arbeiten?

– Die Tatsache ist, dass wir nicht zu den Songs kommen, sondern die Songs zu uns. Ich möchte damit sagen, dass ich mich nicht anstrengen muss oder den Anspruch habe noch ein Drauf zu setzen. Man merkt, wenn man einen guten Song hat und lässt ihn reifen. Natürlich schreibt man auch Schrott, aber der fällt hinten rüber. Wenn der Song uns mitreißt, ist es das Größte für uns.

 

Wer schreibt bei euch die Songs? Passiert das in gemeinsamer Arbeit?

– Bis so ein Silberling im Laden steht, passiert sehr viel in einer Band. Ich schreibe gerne Songs und verbringe meine Tage damit. Auch Alex hat Songs beigesteuert. Auch Cover und Artwork gehören dazu und werden gemeinsam besprochen.

 

Wollt ihr mit euren Songs textlich irgendetwas vermitteln?

– Ich denke es geht mehr um das SEIN und das GERADE JETZT, ohne irgendeine Auflösung oder einem tollen Tipp. Das Ende ist bei jedem anders oder ist bei jedem anders zu schreiben. Nehmt die Song und macht sie zu Euren.

 

Welche Thematik kommt in euren Texten vor?

– Alles was unser Leben so her gibt. Party, Gedanken, Wut, Gefühle, Ängste. Was passiert hier gerade eigentlich? Es gibt so viele Dinge, die sich der ein oder andere wieder entdecken kann und das Gefühl hat, diese Band trifft den Nagel auf den Kopf. Wenn das so ist, würde uns das sehr freuen.

 

Auf eurem letzten Album hattet ihr ja noch einige Gastmusiker mit auf dem Album wie z.B. Mark von MORGOTH, Shagrat von DIMMU BORGIR oder Tom Angelripper. Bei „Backyard Frenzy“ habt ihr aber auf diese Gastmusiker verzichtet, warum?

– Das war bereits das vorletzte, die „Class Of Hellhound  High“. Anderer Longplayer andere Idee. Das hat keinen besonderen Grund. Dennoch behalten wir uns vor, dass vielleicht nochmal mit Gastmusiker zu machen. Denn es macht uns einfach Spaß mit anderen Künstlern zusammen zu arbeiten .

Foto: Axel Jusseit

Foto: Axel Jusseit

Ihr habt euch ja einen guten Ruf bei Touren oder Konzerten mit Größen wie BLACK LABEL SOCIETY, `77, CHROM DIVISION, GUN BARREL oder SODOM erkämpfte. Habt ihr bei diesen Konzerten von den „Großen“ lernen können?

– Direkt lernen würde ich nicht sagen. Entweder man hat es oder man hat es nicht. Es sind alles großartige Bands, die schon lange Zeit im Geschäft sind und großartige Konzerte abliefern. Doch sollte man für die Sache gemacht sein oder man lässt es. Musikmachen und auf der Bühne stehen, erlernt man nicht wie einen Beruf. Ja, vielleicht mit der Zeit verfeinern, aber die Veranlagung dafür sollte vorhanden sein.

 

Euer Video „Dance With The Devil“ wurde im Comic-Style gedreht. Wer hatte die Idee dazu?

– Wir haben überlegt was wir nach drei Rock n Roll Videos anderes probieren können. Die Idee zu dem Comicvideo war recht schnell gekommen und einstimmig angenommen worden. Gebastelt hat es  der Macher der EMP Serie Heavy Metal Maniacs. Ich denke das nächste Video wird aber wieder mehr mit Menschen sein, haha….

 

Euer Album wurde von Waldstreet & Denroad, auch schon an den Reglern von GRIP INC., SODOM und MOONSPELL gesessen hat. Hat er euch noch Tipps gegeben oder warum fiel die Wahl auf ihn?

– Man muss da unterscheiden. Waldstreet und Denroad ist eine Partnerschaft bestehend aus 2 Leuten. Zum einen aus Dennis Köhne und zum anderen aus Waldemar Sorychta. In diesem Falle hat Dennis den Sound geschraubt und Waldemar war bei den Gesangssessions dabei. Es hat großen Spaß gemacht, da man für sich auch noch einiges lernen konnte. Es ist immer gut sich da auch etwas unterstützen zu lassen.

Weiterhin mögen wir einfach den Sound, den unsere Songs dadurch bekommen. Das passt alles sehr gut zusammen. Das Songwriting, der Sound dazu und die dadurch entstehende Stimmung gehören für ein gutes Werk zusammen und ich denke man hört es auf „Backyard Frenzy“. Dennis hat außerdem schon die beiden Vorgängeralben mit aufgenommen und somit sind wir ein eingespieltes Team. Waldemar ist neu dabei, aber mit seinen langen Erfahrungen als Produzent von Bands wie oben von Dir schon erwähnt und auch so vielen anderen wie SAMAEL, TIAMAT oder LACUNA COIL ist sein Input natürlich unbezahlbar. 

 

Euer Album „Masturboned“ hat ja sehr gut eingeschlagen. Habt ihr schon Reaktionen auf euer neues Album erhalten?

– Man merkt bei „Backyard Frenzy“ das sie eine wesentlich breitere Reaktion hervorgerufen hat und die Resonanz auch wesentlich mehr gefächert ist. Auch weltweit passiert wesentlich mehr. Mehr Interviews, mehr Radioplays und mehr Reviews aus allen Ecken des blauen Planeten. Das freut uns ungemein. Warum das so ist? Keine Ahnung. Es ist aber so und das ist sehr cool.

Foto: Axel Jusseit

Foto: Axel Jusseit

Was liegt denn in der nächsten Zeit bei euch, in Bezug auf Konzerte oder vielleicht sogar eine Tour an?

– Ja, wir werden viel unterwegs sein um die neue Scheibe zu promoten. Meist aber am Wochenende. Wenn du so willst, fast eine Jahrestour an den Wochenenden.

 

Ich bedanke mich bei dir dass du dir die Zeit genommen hast auf die Fragen zu antworten. Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft und vielleicht habe ich mal das Glück wenn ich in Deutschland bin euch live zu sehen.

– Immer gerne . Wir bekommen eine Seele dadurch und sprechen durch dich zu einem breiten Publikum. Sag Bescheid, wenn du eine Show von uns besuchen möchtest!

Mach ich doch gerne, denn energiegeladene Shows liebe ich!

 

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