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Rock Meets Classic 2016 – Traf in Düsseldorf voll ins Schwarze!

Die achte Auflage des Events „Rock meets Classic 2016“ machte sich Ende März auf dem Weg mit einer tollen Inszenierung aus Rock und Klassik die Zuschauer zu verzaubern. Mit von der Partie waren Steve Walsh  (KANSAS), Andy Scott und Peter Lincoln (THE SWEET), DORO, Scott Gorham und Ricky Warwick (THIN LIZZY), Dan McCafferty (NAZARETH), Midge Ure (ULTRAVOX), Joey Tempest (EUROPE) und das Bohemian Symphony Orchestra Prague. Jetzt war ich natürlich sehr gespannt auf dieses Konzert.

Um 20.00 Uhr begann das Bohemian Symphony Orchestra Prague, in der bestuhlten Mitsubishi Electric Hall, mit einem Medley aus Songs von u.a. EAGLES, AEROSMITH und BEATLES. Mat Sinner und seine Band konnten sich bei diesem Medley schon einmal warm spielen. Mat Sinner hatte bei der ersten Ausgabe von „Rock Meets Classic 2010“ den richtigen Riecher gehabt um ein solches Projekt zum Leben zu erwecken, denn dem Publikum gefällt es.

ROCK MEETS CLASSIC 2016 - Orchester und Band 002 (c) Amir Djawadi für www.metal-heads.de

So kündigte Mat Sinner auch sofort den ersten Gast Steve Walsh von der 70iger Legende KANSAS an. Steve Walsh startet dann mit dem Kulthit schlechthin „Carry On Wayward Son“, der leicht um arrangiert wurde, aber sofort den Nerv des Publikums traf.  Man bemerkte sofort die Klasse eines Sängers, der nun auch schon über 40 Jahre im Business vertreten ist. Das war doch mal ein Start nach Maß!

Auf die nächsten Musiker hatte ich ja schon fieberhaft gewartet, denn durch ihre Musik wird man wieder richtig jung und in seine Jugendzeit versetzt. Die Rede ist von Andy Scott und Pete Lincoln von THE SWEET. Sie starteten ihre Präsenz direkt mit ihrem Hit „Action“ und bei diesem Song hielt es keinen der Zuschauer auf seinem Sitz um THE SWEET und ihre Songs gebührend zu feiern. Weiter ging es mit „Fox On The Run“ der ebenso ein Abräumer war. Man fühlte sich total in seine Jugendzeit versetzt – toll!

ROCK MEETS CLASSIC 2016 - Doro (c) Amir Djawadi für www.metal-heads.de

DORO

Nachdem Andy Scott und Pete Lincoln kündigte Mat Sinner das nächste Highlight an – DORO. Für sie war es ja ein Heimspiel und sie startete ihre Performance ruhig mit dem Song „Für immer“. Trotz allem sang das Publikum beim Refrain lautstark mit. Der nächste Song „Love’s Gone to Hell“ ist die erste Single-Auskopplung ihres neuen Albums. Was für ein toller Song, der einem sofort in seinen Bann zieht. Das ist ja schon mal ein guter Vorgeschmack auf das kommende Album. Rockig mit „All We Are“ beendet DORO den ersten Teil ihres Auftritts und hinterlässt ein zufriedenes Publikum.

 

Das nächste Highlight folgte auf dem Fuß, denn mit Scott Gorham und Ricky Warwick bekamen wir nun Songs von THIN LIZZY zu hören. Der Start machte „Jailbreak“ der auch sehr gut beim Publikum ankam. Ich hatte ja eigentlich damit gerechnet dass die beiden “ Whiskey In The Jar“ in ihrem Repertoire haben, aber leider fiel die Wahl auf „Rosalie“. Das tat der guten Stimmung im Publikum aber keinen Abbruch und somit waren auch auf diesen Set die Reaktionen, in Form von Applaus, überwältigend.

ROCK MEETS CLASSIC 2016 - Orchester und Band (c) Amir Djawadi für www.metal-heads.de

Bohemian Symphony Orchestra Prague

Als Zwischeneinlage war dann wieder das Bohemian Symphony Orchestra Prague am Zuge. Sie präsentierten ein Medley aus „Star Wars“ der auch fantastisch rübergebracht wurde. Für mich ging der Song total unter die Haut und ich musste feststellen welch fantastisches Orchester es doch ist.

Der Reigen ging sehr emotional mit Dan McCafferty, der wegen krankheitsbedingt vor 3 Jahren die Band NAZARETH verließ. Er wurde mit Standing Ovations empfangen und man bekam sofort eine Gänsehaut. Als er dann noch „Dream On“ sang, war das Publikum total fasziniert. Wahnsinn und für mich ein absolutes Highlight, denn niemand kann solche Emotionen vermitteln. Man kann nur den Hut ziehen für diese Leistung, denn so emotional hätte ich mir Dan McCafferty´s Auftritt nicht vorgestellt.

Total überrascht war ich dann von Midge Ure von ULTRAVOX. Er hatte es nach dem emotionalen Auftritt von Dan McCafferty nicht leicht, aber schon die ersten Klänge von „If I Was“ war das Publikum voll auf seiner Seite und es hielt sie nicht mehr auf den Stühlen. Mit viel Atmosphäre versehen und im Gleichklang mit dem Orchester folgte dann „Vienna“. Es gab aber noch einen dritten Song, nämlich „Hymn“ und nach diesem Stück entließ er das zufriedene Publikum erst ein Mal in die kurze Pause.

 

Den Anfang zum zweiten Teil bestritten Matt Sinner, Tom Naumann, Alex Beyrodt und das Bohemian Symphony Orchestra zum WHITESNAKE Song „Here I Go Again“. Perfekter Einstieg in das was nun folgen sollte, denn THE SWEET starten popig mit dem Song „Love Is Like Oxygen“, obwohl das kein Grund dafür war, dass das Publikum einfach sitzen blieb. Schon wieder standen alle auf. Der nächste Song „Ballroom Blitz“ sollte dann noch etwas besonderes werden, denn die Band holte sich mit DORO Verstärkung auf die Bühne. Diese Kombination war einfach toll – Metal Queen vs. THE SWEET!

ROCK MEETS CLASSIC 2016 - Andy Scott & Pete Lincoln (c) Amir Djawadi für www.metal-heads.de

Pete Lincoln – THE SWEET

Der nächste Song wurde von Mat Sinner als einer der besten Balladen ever angekündigt und das trifft wirklich zu. „Dust in the Wind“ ist ein toller Song, nur konnte Steve Walsh die Gefühle irgendwie nicht so ganz transportieren. Seine Performance mit einer dunkelhäutigen Sängerin die er zum Tanz aufforderte war dagegen einfache Spitze.

Dann waren Ricky Warwick und Scott Gorham wieder an der Reihe und stimmten den Song „Dancing In The Moonlight“ an. Beim zweiten Song „The Boys Are Back In Town“ bekamen die beiden noch Unterstützung von Midge Ure. Als die letzten Töne verklungen waren blieb Midge alleine auf der Bühne und stimmte die Partynummer „Dancing With Tears In My Eyes“ an. Das war mal wieder der Zeitpunkt wo alle sich von den Stühlen erhoben und ganz ehrlich wer kann bei solcher Musik schon sitzen bleiben.

ROCK MEETS CLASSIC 2016 - Midge Ure (c) Amir Djawadi für www.metal-heads.de

Midge Ure

Nachdem der ungekrönte König der schottischen Highlands Platz für den nächsten emotionalen Höhepunkt machte, betrat Dan McCafferty mit den Worten „I´m not Englisch – Ich bin ein Schottländer“ wieder die Bühne. Schon wieder war es Zeit für die nächste Gänsehaut, denn als Dan den Song „Love Hurts“ anstimmte war man schon wieder den Tränen nah. Mit Standing Ovation zollte man seinen Auftritt und es war einfach ein magischer Moment. Mit ihrer Orchestration zum TV-Epos „Game Of Thrones“ lieferte uns dann das Bohemian Symphony Orchestra eine kleine Zwischeneinlage, die aber toll dargeboten wurde.

Ich hatte den ganzen Abend schon auf Joey Tempest gewartet und nun war es an der Zeit das Mat Sinner den diesjährigen Star ansagte. Der Sänger, der in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum mit seiner Band EUROPE feiert, startet mit viel Elan und dem Song „Rock The Night“. Das Publikum war nicht mehr zu halten und schon mit den ersten Akkorden von „Superstitious“ saß keiner mehr auf seinem Platz. Auch einen neuen Song „Days Of Rock´n´Roll“, aus dem neuen Album, welches bald veröffentlicht wird, hätte Joey im Gepäck. Während des Liedes „Carrie“ wagte sich Joey sogar in die erste Reihe der Zuschauer und das war wohl das Erlebnis des Abends für viele, in der ersten Reihe sitzenden Zuschauer. Zum Ende des offiziellen Konzerts gab es wohl den Megahit von EUROPE – „The Final Countdown“.

ROCK MEETS CLASSIC 2016 - Joey Tempest (c) Amir Djawadi für www.metal-heads.de

Joey Tempest und Mat Sinner

Als Zugabe präsentierte Joey Tempest noch den Song „Ready Or Not“. Als letzten Punkt auf dem Programm kamen dann noch mal alle Künstler auf die Bühne um die ultimative LED ZEPPELIN Hymne „Rock´n Roll“ gemeinsam zu präsentieren. Nach zweieinhalb Stunden endete damit eine furiose Show die von Anfang bis Ende mit Highlights gespickt war.

Mir bleibt nur noch zu sagen, es war ein toller und abwechslungsreicher Abend, der große Hits, große Momente und tolle Künstler beinhaltete. Die Künstler gaben Vollgas und das Publikum ging voll mit, was will man mehr. Das Konzept zu einem Event von Mat Sinner ist voll aufgegangen und danke für eine solche Idee!

Hope to see you next year!

Ein großer Dank geht an und Amir Djawadi und www.metal-heads.de für die Nutzung der Fotos.

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