News Ticker

WOLFPAKK – Es ist immer spannend was die Gastmusiker aus der Vorlage gemacht haben!

Es ist Zeit für das mittlerweile vierte Album des Metal All-Star Projekts von Mark Sweeney (ex-CRYSTAL BALL) und Michael Voss (MAD MAX, CASANOVA). Das Album „Wolfes Reign“, welches am 28. April veröffentlicht wurde beinhaltet 11 tolle Songs und das war doch schon mal ein triftiger Grund um Mark Sweeney einige Fragen zu stellen wie man solch tolle Alben immer wieder aus den Hut zaubert. 

Hallo Mark dann starten wir mal mit den Fragen!

– Hallo Gisela, schön von Dir zu hören! Schön, dass Du Dich in Gran Canaria niedergelassen hast, wünsche Dir viel Glück und alles Gute dabei.

Ich möchte erst einmal in der Vergangenheit anfangen. Wie ist es dazu gekommen das du bei WOLFPAKK gelandet bist.

– Ich bin nicht bei WOLFPAKK gelandet, sondern habe WOLFPAKK ins Leben gerufen. Nach meiner „seichten“ Phase mit meinen Soloalben, wollte ich wieder richtig losrocken und Metal machen. Micha Voss hat ja mein 2. Soloalbum produziert und somit wusste ich, dass  auch er Bock hätte, so ein Hardrock/Metal-Projekt auf die Beine zu stellen. Er hatte jedoch die Idee miteingebracht, dass wir unsere Songs mit Gästen veredeln könnten, um somit noch etwas mehr Würze ins Ganze zu bringen. So entschieden wir uns auch auf den Namen „Wolfpakk“, da sich nebst uns beiden Leitwölfen, eine Herrschaft an Gastwölfen ansammeln sollten. Ist uns glaube ich mit jeweils über 20 Gästen pro Album ganz gut gelungen.

Das auf jeden Fall, denn ich bin ein begeisterter Fan. Ich fand ja damals dein Soloalbum „Slow Food“ sehr gut, aber ist eine Band für dich interessanter als Soloalben aufzunehmen?

– Kann man so nicht sagen, nein. Beides hat so seinen Reiz. Da bei mir zwei Herzen in der Brust schlagen (ein weicheres und ein härteres), kann ich mit beiden Sachen gut umgehen. Aber ich musste feststellen, dass ich meine Fans doch etwas arg mit meinen sanfteren Klängen verwirrt habe und nicht jeder meinem softeren Part folgen konnte.

Das neue WOLFPAKK Album ist für mich das beste Album überhaupt was ihr aufgenommen habt. Wer macht eigentlich das Songwriting bei euch? Schreibst du auch die Texte?

– Danke für die Blumen! Sowohl Micha als auch ich haben so unsere Grundideen, welche wir dann zusammen bei ihm im Studio ausarbeiten. Das gilt auch für die Texte. Mal hat er etwas mehr für den Song beigetragen, mal ich. So einigten wir uns die ganze Chose auf jeweils 50/50 aufzuteilen. Damit können wir beide leben mit. Dazu schreibt mal ab und zu  unser Schweizer Freund Martin Rauber noch ein Riff, welches dann Voss und ich aufgreifen und daraus einen Song kreieren.

Ihr habt ja bei allen Alben immer die unterschiedlichsten Musiker und Sänger bei den Songs. Fragt ihr die Künstler im Vorfeld ob sie bei denn bei euch mitmachen wollen?

– Nein. Wir schreiben erst alle Songs, nehmen die Pfannen-und fixfertig auf (Gesang wird meist aufgeteilt von Voss und mir) und gehen dann auf Sängersuche. Je nach Song fragen wir uns, wer dies wohl am besten rüberbringen könnte und so gehen wir die potentiellen Vokalisten an. Wer dann Lust und Zeit hat, wird dann sozusagen engagiert. Bei den Instrumentalisten ist es ähnlich.

Stellt ihr den Künstlern die Songs vor und sie entscheiden für welchen sie sich entscheiden, oder wie läuft das bei euch?

– Nein. Wie gesagt denken wir uns aus, dass Song „XY“ zu wem passen könnte und dann fragen wir die Künstler an. Es kam schon mal vor, dass dem ein- oder anderen Sänger der vorgesehene Song nicht passte, da haben wir ihm dann eine Alternative geschickt.  Und dann fixte das meistens auch.

WOLFPAKK 2017 - 1

Ich möchte mal auf einige Songs eingehen. Ich sehe bei Songs wie „Blood Brothers“ oder auch „Mother Earth“ indianische Einflüsse. Liege ich da richtig und wenn ja warum habt ihr solche Elemente in die Songs eingebaut. Unter uns muss Ich dabei erwähnen, da ich selber jedes Jahr für eine längere Zeit in der Navajo-Reservat am Monument Valley lebe und ich diese Musik einfach liebe. Habe auch sehr viele Freunde die diese Stilistiken in ihren Rocksounds einbinden.

– Nun bei „Blood Brothers“ kam das eher zufällig. Wir hatten erst einen anderen Titel zu dieser Songidee, welche aber nicht so zur Melodie passte. Dann suchten wir Worte, die besser klingen und zur Melodie passt. Plötzlich waren wir bei „Blood Brother“ und die Geschichte von Sitting Bull. Ich befasste mich ein bisschen mehr mit diesem Thema und was damals dieser Sioux-Häuptling durchmachen musste und fasste das Ganze auf einen Rock-Song-Text runter. Es stimmt aber, dass wir uns viel mit der Tierwelt oder Natur befassen, um so auch einen roten Faden ins WOLFPAKK Konzept zu bringen. Bei „Mother Earth“ hatte ich bereits Text und Melodie geschrieben und schickte Micha schon mal den Text zu. Einen Tag später mailte mir Micha eine Refrain-Melodie zu meinem Text. So entschieden wir uns auf meinen Text mit seiner Melodie, was ganz gut passt – so finde ich.

Wie funktioniert das eigentlich mit den Aufnahmen der Songs, sind dann die Künstler mit euch im Studio?

– Kaum möglich, bei 25 Gästen aus der ganzen Welt. Das wäre weder zeitlich noch finanziell realisierbar. Aber das kannst Du Dir wohl selber vorstellen. Nein, dafür gibt’s natürlich heutzutage das Internet und wir können die Songs bequem via Email an den Empfänger irgendwo in der Welt hinsenden und dieser nimmt dann in seinen eigenen vier Wänden seinen Part auf.  Schickt er uns seine Arbeit wieder zu, mixen wir das Ganze zum Song dazu und fertig ist das Abenteuer. Darauf freuen wir uns immer am meisten, weil es spannend ist zu hören, was die aus unserer Vorlage schlussendlich gemacht haben.

Du hast ja schon zu Zeiten von CRYSTAL BALL Songs mitgeschrieben. Hat sich das Songwriting für dich heute verändert?

– Nun  ich denke,  dass ich etwas freier bin. Früher musste es meinen 4 Mitkollegen auch noch gefallen und ich musste darauf Rücksicht nehmen. Heute kann ich wirklich alles und jeden Scheiss zu Micha bringen, der hat praktisch noch nie die Nase gerümpft.

Hättest du jemals gedacht, dass ihr vier Alben aufnehmen würdet?

– Wir machten uns keine Gedanken, wie viele Alben wir mal machen werden. Wichtig war nach der ersten CD, ob die Fans das Produkt annehmen und ob wir uns in der Flut von CD-Veröffentlichungen behaupten könnten. Da wir fast überall nur Höchstnoten und positive Kritiken erhielten, machten wir einfach weiter und können nun nach 7 Jahren bereits auf 4 Outputs zurückblicken.

Nach vier Alben jetzt könnte man doch vielleicht mal über Live-Auftritte nachdenken, oder?

– Sobald eine Nachfrage besteht, könnten wir uns das überlegen. Aber dieses Konzept auf der Bühne umzusetzen, würde sicher schwierig und aufwändig.  Wichtig ist eher, dass wir kontinuierlich gute Platten rausgeben und immer mehr Fans für uns gewinnen. Alles Weitere wird sich zeigen.

WOLFPAKK 2017 - 2

Ich möchte dich persönlich noch was fragen. Was waren für dich, neben WOLFPAKK die größten Momente in deiner Karriere?

– Der erste Plattenvertrag mit CRYSTAL BALL war natürlich ein großer Moment. Kein Mensch hat unserem Musikstil 1998 einen Kredit gegeben. Alle Plattenfirmen haben uns abgesagt und uns ausgelacht. Bis auf eine: Point Music in München, welche auch SHAKRA aufgebaut haben. Als dann für die dritte CD sogar Nuclear Blast an die Türe klopfte, war das für uns schon ein riesen Ding. Aber auch die ganzen Tourneen die wir mit U.D.O., DORO, PINK CREAM 69, DOKKEN oder KROKUS machen durften, waren einzigartig. Dazu kamen die ganzen Festivals und die tollen Fans die uns supportet haben. War eine schöne Zeit.

Ich weiß, dass du an einem Kinder-Comicbuch arbeitest oder gearbeitet hast und zudem noch eine Ausbildung in Psychologie abgeschlossen hast. Gibt es sonst noch etwas was du neben der Musik machst?

– Ich habe mit einem Entschlackungs-Programm grad 12 Kilo abgenommen und bin daran, anderen Menschen auch zu helfen dabei.  Mit dieser 30 tägigen Kur nimmt man nicht nur ab, sondern tut was für seine Gesundheit. Wie älter man wird, desto mehr merkt man, wie wichtig die Gesundheit ist. Es muss nämlich nicht sein, dass man im Alter diese sogenannten Zivilisations-Krankheiten kriegt, die als „normal“ angesehen werden.  Aber das muss natürlich jeder selber wissen, wie er mit sich und seinem Körper umgeht.

Die letzten Worte gehören dir. Möchtest du noch irgendetwas an deine oder besser gesagt eure Fans richten?

– Es gibt immer wieder Fans oder auch Journalisten, welche die verschiedenen Musiker nicht raushören. Also entweder sind diese im Booklet abgebildet (wer denn eine CD kauft) oder Ihr schaut auf unserer Homepage auf www.wolfpakk.net  unter „Media“ nach, da ist alles schön aufgelistet. Dazu bedanke ich mich bei den Leuten die uns gut gesinnt sind und hoffe dass es für ein nächstes Album reicht. Danke an alle da draußen!

Ich bedanke mich für deine Zeit und wünsche euch alles Gute für das neue Album „Wolves Reign“.

– Natürlich hab ich DIR zu danken! Pass auf Dich auf und viel Spaß auf Gran Canaria!

http://www.wolfpakk.net

https://www.facebook.com/Wolfpakk

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*