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M.W. WILD – The Third Decade

Veröffentlichung: 28.04.2017

Label:  Echozone, Soulfood

Stil:  Gothic, Gothicrock

Webpage:  http://www.mwwild.de

Facebook:  https://www.facebook.com/Wild.Goth

 

M.W. WILD eine neue Gruppe oder Sänger? Nein hinter dem Namen versteckt sich der ehemalige Sänger der Band THE CASCADES, welche er von 1988 – 2006 angehörte. Nun veröffentlicht er sein erstes Soloalbum mit dem Titel „The Third Decade“, auf dem sich 13 Songs befinden. Nach dem ersten Durchlauf kann man schon mal feststellen, dass die Songs an THE 69 EYES oder THE SISTERS OF MERCY angelehnt sind. Zudem werden alte Erinnerungen an THE CASCADES wach, die ich immer toll fand. Aber hören wir doch mal genauer rein, denn man braucht schon einige Durchläufe.

Das Album startet mit dem Titeltrack „The Third Decade“, bei dem schon direkt das richtige Gothicfeeling aufkommt. Mir gefällt vor allem, dass die Keyboards nicht den dominanten Part übernommen haben. Nach dem flotten ersten Song wird es bei „Red Carpet“ ein wenig dramatischer, denn vor allem durch Markus Gesang erhält der Song die düstere Klangfarbe. Sehr dramatisch startet der nächste Song „Marionettes“ der auch in seinem Verlauf diese Dramatik nicht verliert. Der popig angehauchte Song erhält durch die Vocals den leichten Gothic-Touch. Sehr düster und schwer klingt dagegen „Writing On The Wall“. Der langsame Song verfügt über jede Menge Melancholie die vom Gesang noch mehr unterstrichen wird. Ich mag diese Ballade. Elektronisch angehaucht klingt dagegen das nächste Lied „Nobody“. Am Anfang noch im Midtempo angesiedelt, steigert sich der Song zum Ende hin zu einer wahren Gothicperle. Ein Song der einem direkt vom Hocker reißt ist „Exit The Grey“. So mag ich Songs, sie müssen direkt ins Hirn und in die Beine gehen. Dieser Song wird mit Sicherheit die Tanzflächen füllen.
Bei „Dark All Over“ handelt es sich um einen lupenreinen Gothic-Rocksong, der einem stark an THE SISTERS OF MERCY erinnert. Das ist nicht nachteilig gemeint, denn immerhin zaubert der Song mir eine Gänsehaut auf die Arme. Mit „Mirrors“ geht es dann sehr balladesk weiter, aber gerade diese Songs sind wie gemacht für Markus, weil da seine Stimme erst richtig zur Geltung kommt. Auch das nachfolgende Lied „Spring Again“ ist sehr ruhig und auf diesem Lied ist die Stimme so wandlungsfähig das man sofort ins Träumen kommt. Sehr mystisch startet „Fly With Angels“ und entpuppt sich schon nach einer Minute zu einem rasanten Gothicrock Song, der sich sofort im Gehörgang festsetzt. Das flotte „Russian Roulette“ rockt etwas außerhalb der Gothic-Schiene und weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Eine klassische Piano-Ballade bekommen wir mit dem nächste Stück „Turning Leaf“ geboten – ein Song mit Tiefgang! Den Abschluss des Albums, welches von Tom O’Connell (Ex-GARDEN OF DELIGHT, Ex-HOUSE OF USHER, UMBRA ET IMAGO) abgemischt und gemastert wurde, bildet „Danubia“. Der in Erzählmodus beginnende Song nimmt nach kurzer Zeit eine ganz andere Entwicklung, nämlich er wird ein treibender Gothicrock Song mit Ohrwurmcharakter.

Das Rad wurde zwar nicht neu erfunden, aber das ist auch nicht wichtig. Viel wichtiger ist aber, die Songs sind sehr vielseitig angelegt, sie werden zu keiner Zeit langweilig und vor allem was sehr wichtig ist, man durchlebt alle Emotionen mit M.W. WILD gemeinsam, denn seine Stimme ist melancholisch, düster, sehr eingängig und wandelbar. Genau das ist der Pluspunkt bei diesem Album.

Tracklist:
01. The Third Decade
02. Red Carpet
03. Marionettes
04. Writing On The Wall
05. Nobody
06. Exit The Grey
07. Dark All Over
08. Mirrors
09. Spring Again
10. Fly With Angels
11. Russian Roulette
12. Turning Leaf
13. Danubia

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